KI-Kompetenzen bringen mehr Lohn

11. August 2026 um 12:57
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Foto: Getty / Unsplash+

Laut einer Erhebung sind über die Hälfte der befragten Schweizer Unternehmen bereit, für KI-Fähigkeiten einen Lohnaufschlag zu bezahlen.

Eine Umfrage des Personaldienstleisters Manpower zeigt, dass KI-Kompetenzen zunehmend einen direkten Einfluss auf die Löhne haben. 56% der befragten Schweizer Arbeitgeber geben an, für Fähigkeiten im Umgang mit Künstlicher Intelligenz einen Lohnaufschlag bezahlen zu wollen. Bei Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitenden sind es sogar 66%. Gleichzeitig bleiben auch menschliche Fähigkeiten gefragt: Besonders hoch bewertet werden etwa kritisches Denken und Problemlösungskompetenz.
Auch für die Produktivität spielt KI laut der Befragung eine wichtige Rolle. 51% der Unternehmen geben an, dass sich der Einsatz von KI-Tools für tägliche Aufgaben in den vergangenen zwölf Monaten positiv auf die Gesamtproduktivität ausgewirkt habe. 43% führen Produktivitätssteigerungen auf KI-gestützte Prozessautomatisierung sowie auf Schulungen zur effizienteren Nutzung von KI-Tools zurück.
"Technologische Kompetenzen gewinnen an Bedeutung, doch Unternehmen suchen weiterhin Menschen, die komplexe Probleme lösen, Verantwortung übernehmen und effektiv zusammenarbeiten können", so Manpower-Schweiz-Chef Eric Jeannerod in einer Mitteilung. Die Zukunft gehöre nicht der KI allein, sondern der Kombination aus Technologie und menschlichen Fähigkeiten.

Unternehmen vorsichtig bei Einstellungen

Die Ergebnisse der KI-Umfrage wurden zusammen mit den von Manpower regelmässig berechneten Netto-Beschäftigungsaussichten (NEO) veröffentlicht. Diese ergeben sich aus dem Prozentsatz der Arbeitgeber, die einen Anstieg der Einstellungsaktivitäten erwarten, minus dem Prozentsatz der Arbeitgeber, die von einem Rückgang ausgehen. Die Schweizer Umfrage basiert auf 581 Interviews, die im Monat April durchgeführt wurden.
Der Index stieg zwar um einen Punkt auf +19 für das dritte Quartal 2026, bewegt sich damit aber weiterhin im Bereich des tiefsten Standes innerhalb der letzten fünf Jahre. Zudem liege der Wert für die Schweiz sieben Prozentpunkte unter dem internationalen Durchschnitt, so Manpower. Die Bereitschaft von Schweizer Arbeitgebern zur Einstellung von neuem Personal bleibe auf tiefem Niveau. Unternehmen verfügten zwar wieder über mehr Planungssicherheit, blieben angesichts einer schwächeren Nachfrage in wichtigen Exportmärkten aber vorsichtig, wird Jeannerod in der Mitteilung zitiert.

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