Am 28. Oktober gab die Ransomware-Bande Lockbit im Darkweb bekannt, den Flugzeug- und Rüstungskonzern Boeing
attackiert zu haben. Boeing erklärte daraufhin, man prüfe die Behauptung der Cyberkriminellen. Wie der Konzern jetzt mitteilt, ist es tatsächlich zu einem Vorfall gekommen.
Wie ein Sprecher gemäss
'Reuters' erklärte, untersuche das Unternehmen einen "Cybervorfall", der sich auf sein Teil- und Vertriebsgeschäfts ausgewirkt habe. Der Vorfall habe aber keinen Einfluss auf die Flugsicherheit, betonte der Sprecher. "Wir untersuchen den Vorfall aktiv und koordinieren uns mit den Strafverfolgungs- und Regulierungsbehörden. Wir benachrichtigen unsere Kunden und Lieferanten."
Die Bekanntgabe von Lockbit ist inzwischen vom Blog der Cyberkriminellen im Darkweb verschwunden. Die Bande hatte behauptet, "eine enorme Menge an sensiblen Daten" von Boeing abgegriffen zu haben. Ursprünglich wurde dem Konzern ein Ultimatum bis zum 2. November gesetzt, sonst würden die Dokumente veröffentlicht. Boeing wollte sich nicht dazu äussern, ob Lockbit hinter dem offengelegten Cybervorfall steckt. Auch nicht dazu, ob Lösegeld bezahlt wurde. Über Letzteres wird jedoch in Fachkreisen spekuliert.
Das Teile- und Vertriebsgeschäft von Boeing, das zum Geschäftsbereich Global Services gehört, bietet seinen Kunden Material- und Logistikunterstützung. Einige Seiten auf der offiziellen Website des Unternehmens, die Informationen über den Geschäftsbereich Global Services enthielten, waren laut 'Reuters' nicht verfügbar.