Lockbit-Bande droht Boeing mit grossem Datenklau

30. Oktober 2023 um 10:55
image
Foto: Bing Hui Yau / Unsplash

Die Ransomware-Gruppe will eine "enorme Menge" an sensiblen Daten des Luftfahrtkonzerns gestohlen haben. Boeing untersucht die Behauptung.

Die Ransomware-Bande Lockbit behauptet, den Konzern Boeing angegriffen zu haben. Man habe "eine enorme Menge an sensiblen Daten" abgegriffen, heisst es in der Bekanntgabe im Darkweb vom 27. Oktober. Lockbit ist die derzeit aktivste Gruppe im Ransomware-Geschäft. Alleine in den USA hat sie gemäss der Cybersecurity-Behörde CISA in den letzten 3 Jahren 1700 erfolgreiche Angriffe durchgeführt.
image
Bekanntgabe von Lockbit.
Boeing wird eine Frist bis zum 2. November gesetzt. Werde nicht auf die Forderungen der Cyberkriminellen eingegangen, würden die Dateien und Dokumente veröffentlicht. Darüber, ob auch Systeme verschlüsselt wurden, machte Lockbit keine Angaben.
Boeing erzielte 2022 einen Umsatz von über 66 Milliarden US-Dollar. Der Konzern ist in der Luft- wie Raumfahrt aktiv, stellt aber auch Rüstungstechnik her. Sollten Daten speziell aus diesem Bereich im Darkweb landen, könnte das weitreichende Konsequenzen haben. Eine offizielle Stellungnahme des Konzerns zum möglichen Datenklau steht noch aus. "Wir überprüfen diese Behauptung (von Lockbit)", erklärte eine Boeing-Sprecherin gegenüber 'Reuters'.

Loading

Mehr zum Thema

image

Security-Fachleute misstrauen KI – mehr oder weniger

KI kann die Effizienz erhöhen, aber manche fühlen mehr Stress als früher.

publiziert am 15.7.2026
image

SAP schliesst 20 Sicherheitslücken

Der Softwarekonzern hat in Kooperation mit Sicherheitsspezialisten mehrere Löcher in seinen Geschäftsanwendungen gestopft. Vier davon sind als besonders kritisch eingestuft.

publiziert am 15.7.2026
image

Microsofts Monster-Patch-Tuesday

Der Software-Riese will diesen Monat nicht weniger als 622 Sicherheitslücken in seinen Produkten schliessen.

publiziert am 15.7.2026
image

Kundendaten der Industriellen Werke Basel gestohlen

Bei einem Dienstleister des Basler Energieversorgers haben Cyberkriminelle einen Adressdatensatz erbeutet. Die kantonale Datenschutzbeauftragte sieht ein geringes Risiko.

publiziert am 15.7.2026