Bund kauft Echtzeit-Überwachung für sein SAP

17. Mai 2024 um 11:01
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Foto: Unsplash+

Noch kann der Bund seine SAP-Landschaft nicht in Echtzeit auf sicherheitsrelevante Ereignisse überwachen. Dafür wird nun für fünf Millionen Franken ein entsprechendes System beschafft.

Seit Mitte September letzten Jahres arbeitet die Bundesverwaltung auf S/4Hana. Im Rahmen des Programms Superb hatte der Bund 420 Millionen Franken budgetiert, für das militärische Ergänzungsstück "ERP Systeme V/ar" 360 Millionen.
Die heutige SAP-Landschaft besteht aus "On-Premise-Systemen und aus Systemen, welche als Cloud-Services bezogen werden", wie es einem aktuellen Zuschlag auf der Beschaffungsplattform Simap heisst. Diese Systeme würden eine grosse Menge an Logs erzeugen, die heute manuell ausgewertet werden. Mit dem heutigen Technologie-Stack sei die automatisierte Auswertung nicht möglich, weshalb die Logs auch nicht "zeitnah und je nach Anwendungsfall möglichst in Echtzeit" auf sicherheitsrelevante Ereignisse überwacht werden können. So steht es im Pflichtenheft der Ausschreibung, das inside-it.ch vorliegt.

Fünf Millionen für SAP-Sicherheit

Aus diesem Grund hat das zuständige Bundesamt für Informatik eine "Security Monitoring & Threat Detection"-Lösung für SAP beschafft, an die alle Systeme angeschlossen werden können. Um interne Aufwände zu verringern, sollen damit "Sicherheitsverstösse erkannt, kategorisiert und eine einfache, geleitete Behebung" ermöglicht werden. Laut Pflichtenheft kommt die beschaffte Lösung als Managed Service für die in der Bundesverwaltung eingesetzten SAP-Systeme zum Einsatz.
Der Zuschlag für den Auftrag über fünf Millionen Franken erhält die Firma Swiss Security Hub aus Zürich. Sie kümmert sich um die Implementierung, den Betrieb und die Überwachung. Der Grundauftrag beläuft sich über 1,1 Millionen; der Rest des Volumens ist optional. In ersterem inbegriffen sind die Konzeptionierung, Realisierung sowie 45'000 User-Lizenzen für die Lösung sowie Pflege und Support bis Ende August 2029. Optional können die Leistungen bis 2034 verlängert werden. Drei Mitbewerber des SAP-Spezialisten hatten sich ebenfalls um den Auftrag bemüht.

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