Bund nimmt Personenstandsregister in Betrieb

11. November 2024 um 16:44
  • politik & wirtschaft
  • Justiz
  • bund
  • e-government
  • efk
image
Foto: Sollange Brenis / Unsplash

Das IT-Grossprojekt "Infostar NG" ist abgeschlossen. Nach 8 Jahren Entwicklungszeit hat das Bundesamt für Justiz das neue elektronische Personenstandsregister aufgeschaltet.

Das Bundesamt für Justiz (BJ) hat am 11. November das elektronische Personenstandsregister "Infostar New Generation" (NG) in Betrieb genommen. Mit der Inbetriebnahme kommt das IT-Grossprojekt zu einem erfolgreichen Abschluss, erklärt das BJ. Das Vorhaben war zwischenzeitlich deutlich in Schieflage geraten. Der Abschluss war ursprünglich für 2023 geplant.
Nun schreiben wir November 2024 und "Infostar NG" ist am Netz. Das System werde gemäss den modernsten Standards betrieben, betont das BJ. Hohe Priorität habe auch die Datensicherheit: "Infostar NG" sei speziell darauf ausgelegt, sensible Personendaten bestmöglich zu schützen. Ausserdem könnten nun bis auf wenige Ausnahmen sämtliche Sonderzeichen europäischer Sprachen erfasst und mit den zahlreichen Schnittstellen von Bund, Kantonen und Gemeinden ausgetauscht werden.
Die gewählten Technologien böten gute Voraussetzungen, um Weiterentwicklungen im Bereich E-Government kostengünstig und schnell realisieren zu können, freut sich das BJ. So seien weitere Anpassungen und zusätzliche Schnittstellen vorgesehen, um die vorhandenen Medienbrüche im Zivilstandswesen weiter reduzieren zu können.

Projektstart 2016

Im ursprünglichen Personenstandsregister "Infostar" werden seit 2005 durch die Kantone und Gemeinden alle Zivilstandsereignisse in der Schweiz in einem zentralisierten System erfasst. Aufgrund der gestiegenen Anforderungen an das System bezüglich Kosten, Sicherheit und Technik war eine Modernisierung nötig. Am heutigen Tag wurde "Infostar" nun durch das Nachfolgesystem "Infostar NG" abgelöst.
Das Projekt startete 2016 und wurde in enger Zusammenarbeit zwischen dem BJ, dem Informatik Service Center des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements (ISC-EJPD) sowie den Kantonen geführt. Die Unterstützung der Anwenderinnen und Anwender aus der Praxis war sowohl in der Entwicklungs- als auch in der Testphase ausserordentlich wichtig, heisst es seitens BJ.

Loading

Kommentare

Anmeldung wird geprüft …

Mehr zum Thema

imageAbo

Luzern beschafft M365-Backup ohne Microsoft

Zur Stärkung der digitalen Souveränität will die Stadtverwaltung Backups der Microsoft-Dienste ohne den US-Anbieter speichern. Dabei soll Jocker IT helfen.

publiziert am 21.10.2026
image

Postfinance braucht Zustimmung für Stimmabdrücke

Postfinance ist mit einer Beschwerde vor dem Bundesverwaltungsgericht gescheitert. Für Stimmabdrücke von Kundinnen und Kunden benötigt das Unternehmen die Zustimmung.

publiziert am 21.10.2026
imageAbo

Zürich plant Phishing-Tests für 13'000 Angestellte

Das Amt für Informatik des Kantons Zürich will über 13'000 Verwaltungsangestellte mit Phishing-Simulationen für den Ernstfall sensibilisieren. Dafür soll eine Software angeschafft werden.

publiziert am 21.10.2026
image

Berner IT-Millionenprojekt ist schon in der Krise

Die Einführung des neuen Fallführungssystems im Kanton Bern verzögert sich massiv. Pilotprojekte wurden sistiert, Mehrkosten drohen.

publiziert am 20.10.2026