Das Bundesamt für Justiz (BJ) hat am 11. November das elektronische Personenstandsregister "Infostar New Generation" (NG) in Betrieb genommen. Mit der Inbetriebnahme kommt das IT-Grossprojekt zu einem erfolgreichen Abschluss, erklärt das BJ. Das Vorhaben war zwischenzeitlich deutlich in
Schieflage geraten. Der Abschluss war ursprünglich für 2023 geplant.
Nun schreiben wir November 2024 und "Infostar NG" ist am Netz. Das System werde gemäss den modernsten Standards betrieben, betont das BJ. Hohe Priorität habe auch die Datensicherheit: "Infostar NG" sei speziell darauf ausgelegt, sensible Personendaten bestmöglich zu schützen. Ausserdem könnten nun bis auf wenige Ausnahmen sämtliche Sonderzeichen europäischer Sprachen erfasst und mit den zahlreichen Schnittstellen von Bund, Kantonen und Gemeinden ausgetauscht werden.
Die gewählten Technologien böten gute Voraussetzungen, um Weiterentwicklungen im Bereich E-Government kostengünstig und schnell realisieren zu können, freut sich das BJ. So seien weitere Anpassungen und zusätzliche Schnittstellen vorgesehen, um die vorhandenen Medienbrüche im Zivilstandswesen weiter reduzieren zu können.
Projektstart 2016
Im ursprünglichen Personenstandsregister "Infostar" werden seit 2005 durch die Kantone und Gemeinden alle Zivilstandsereignisse in der Schweiz in einem zentralisierten System erfasst. Aufgrund der gestiegenen Anforderungen an das System bezüglich Kosten, Sicherheit und Technik war eine Modernisierung nötig. Am heutigen Tag wurde "Infostar" nun durch das Nachfolgesystem "Infostar NG" abgelöst.
Das Projekt startete 2016 und wurde in enger Zusammenarbeit zwischen dem BJ, dem Informatik Service Center des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements (ISC-EJPD) sowie den Kantonen geführt. Die Unterstützung der Anwenderinnen und Anwender aus der Praxis war sowohl in der Entwicklungs- als auch in der Testphase ausserordentlich wichtig, heisst es seitens BJ.