Bund stellt auf Schweizer CMS für alle Webauftritte um

23. August 2022 um 14:37
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Parlament.ch und viele andere Webauftritte des Bundes werden bald etwas anders aussehen.

Das CMS des kleinen Zürcher Unternehmens Livingdocs soll die künftige Basis für alle Webauftritte des Bundes und der Bundesverwaltung sein.

Der Bundesrat hat schon im März 2018 entschieden, die verschiedenen vom Bund und den Bundesverwaltungen für ihre Webauftritte eingesetzten Content Management Systeme (CMS) zu konsolidieren und dass die CMS-Funktionalitäten den Ämtern als einheitlicher ICT-Standarddienst angeboten werden sollen. Dafür wurde ein Verpflichtungskredit von 23,2 Millionen Franken gesprochen.
Nun teilt die Bundeskanzlei mit, dass dies wie geplant durchgezogen wird. Die neue Standard-CMS-Software stammt vom kleinen Zürcher Unternehmen Livingdocs. Laut Angaben auf seiner Website wurde Livingdocs 2015 von Lukas Peyer und Gabriel Hase gegründet und beschäftigt 15 Entwickler, Designer und Kommunikationsexperten.
Der Hauptlieferant wird allerdings Swisscom sein. Der Telco ist für den Aufbau und den Betrieb des neuen CMS zuständig und soll es auch weiterentwickeln. Den Auftrag dazu hat Swisscom im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung gewonnen, so die Bundeskanzlei. Die Software wird auf Servern von Swisscom in der Schweiz laufen und auch die Daten werden dort gespeichert sein. Beim Bund ist der Bereich Digitale Transformation und die IKT-Lenkung der Bundeskanzlei verantwortlich für den Standarddienst.
Den Ämtern wird der auf dem neuen Standard-CMS basierende Dienst ab Anfang 2023 zur Verfügung stehen, so dass sie ab dann schrittweise migrieren können. Das neuen CMS bietet laut der Bundeskanzlei neue Möglichkeiten, um Informationen darzustellen und mit besseren Suchmechanismen einfacher zugänglich zu machen. Es ermögliche eine einfachere und direktere Publikation von Informationen über verschiedene Kanäle wie Social Media, Internetseiten, Apps und elektronische Schnittstellen. Darüber hinaus könnten bei der Erstellung der Inhalte in Zukunft vermehrt bundesintern Synergien genutzt werden.


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