Bundesrat will Easygov einen Schub geben

9. Dezember 2022, 15:47
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Unternehmen sollen Administratives vom PC aus erledigen können. Foto: Campaign Creators / Unsplash

Ein neues Massnahmenpaket soll bei Unternehmen die administrative Arbeit reduzieren. Dazu gehört auch der Ausbau der E-Gov-Plattform für Firmen.

Der Bundesrat will, dass die zentrale E-Government-Plattform für Firmen, "Easygov", weiter ausgebaut wird. Sie soll zu einem nationalen "One-Stop-Shop" werden. Dazu will die Regierung Behörden verpflichten, ihre Verwaltungsleistungen auf Bundesebene auf der Plattform anzubieten.
Dies geht aus einer Mitteilung der Regierung zur Botschaft zum Unternehmensentlastungsgesetz (UEG) für die Wirtschaft hervor. Diese hat der Bundesrat heute verabschiedet, damit erfüllt er einen Auftrag des Parlaments.
Die Vorlage zum Entlastungsgesetz wurde in einer Vernehmlassung bereits breit unterstützt. Ziel sei es, mit gezielten Massnahmen Unternehmen administrativ zu entlasten. Dazu beitragen könnten auch effiziente elektronische Prozesse zwischen Unternehmen und Behörden, heisst es in der Botschaft zum UEG.
E-Government-Prozesse vereinfachen den Zugang zu Behördenleistungen, was den Unternehmen aber auch der öffentlichen Verwaltung ermögliche, Ressourcen zielgerichteter und effizienter einzusetzen. Wenn sämtliche Leistungen zentral auf einer Plattform verfügbar sind, sei es für die Unternehmen auch nicht mehr wichtig, die Zuständigkeiten und Abläufe der jeweiligen Verwaltungen zu kennen.
Im August standen knapp 50 Behördenleistungen auf Easygov zur Verfügung. Über die Plattform können beispielsweise Anmeldungen beim Handelsregister, bei der AHV, der Mehrwertsteuer und der Unfallversicherung erledigt sowie Firmengründungen durchgeführt werden. Laut einer Erhebung des Seco sparen Firmen 1300 Franken pro Jahr, wenn sie ihre Behördengeschäfte online abwickeln.
Seit dem Start 2017 haben sich 67'000 Unternehmen auf der Plattform registriert (Stand: August 2022). Nicht mitgerechnet sind dabei Services, die im öffentlichen Bereich der Plattform, sprich ohne Registrierung, erledigt werden können. Dazu gehörten zuletzt etwa Covid-19-Kreditgesuche sowie Startup-Bürgschaften.

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