Calenso fusioniert mit US-Anbieter

6. März 2025 um 16:04
image
Patrick Breiter (l.), Mitbegründer und CTO von Calenso, sowie Marvin Felder, Mitbegründer und CEO. Foto: Calenso

Der Schweizer Anbieter einer Terminplanungslösung fusioniert mit dem amerikanischen Marktführer. Gemeinsam wollen sie eine globale Plattform schaffen.

Der Luzerner Software-Anbieter Calenso vertreibt eine Terminplanungslösung für Unternehmen in beratungsintensiven Branchen. Die Plattform ermöglicht es Firmen, ihre Termine effizient zu organisieren. Wie das Unternehmen in einer Mitteilung schreibt, schliesst es sich jetzt mit dem amerikanischen Anbieter Jrni und der Eventmarketingfirma Event Farm zusammen.
Erklärtes Ziel ist es, "die führende Plattform für alle Formen der persönlichen Kundeninteraktion zu schaffen – von der Terminbuchung über das Warte­schlangen­management bis zum Event-Engagement". Durch die Kombination ihrer Technologien wollen die drei Unternehmen gemeinsam eine globale Lösung für den Kundendialog schaffen.

Eigene Lösung entwickelt

Wie die 'Luzerner Zeitung' (Paywall) schreibt, entstand die Idee für Calenso vor mehr als zehn Jahren, als sich die Mitgründer Patrick und Michael Breiter über die veraltete Art der Terminvereinbarung ärgerten. Im Jahr 2016 gründeten die beiden gemeinsam mit Marvin Felder Braincept, eine Digital­agentur mit verschiedenen IT-Dienstleistungen, die später dann mit der Entwicklung einer eigenen Terminplanungslösung begann.
Heute hat sich Calenso als Tool für Terminplanung und Kundeninteraktion in Europa etabliert. Laut eigenen Angaben betreut der Anbieter über 10'000 Unternehmen, darunter namhafte Firmen aus verschiedenen Branchen. Calenso beschäftigt derzeit 20 Mitarbeitende, von denen rund die Hälfte im Bereich Entwicklung tätig ist.

Neue Branchen im Fokus

Mit Jrni habe man Zugriff auf eine internationale Infrastruktur, erweiterte Finanzierungsmöglichkeiten sowie noch bessere Sicherheitsstandards, schreibt Calenso in der Mitteilung. Das Schweizer Unternehmen soll dabei auch nach der Fusion unabhängig bleiben und vor allem den DACH- und EU-Markt abdecken. Die eigenständige Marke und das Produkt sollen bestehen bleiben.
"Der Zusammenschluss gibt uns zudem die Möglichkeit, unsere Expertise in den Bereichen Banking, Finance, Retail und Government Solutions weiter auszubauen und gemeinsam mit Jrni innovative Lösungen zu entwickeln, die höchsten Ansprüchen an Datenschutz, Skalierbarkeit und Benutzer­freund­lich­keit genügen", heisst es im Communiqué.

Loading

Mehr zum Thema

image

Abraxas beruft neuen Chefentwickler

Simon Spalinger tritt die Nachfolge von Peter Gassmann an. Er war bereits Mitglied des Abraxas-Verwaltungsrats.

publiziert am 12.6.2026
image

Zoom ernennt Christof Legat zum DACH-Chef

Der Softwarekonzern besetzt die Stelle des Head of DACH mit Christof Legat. Die neue Position soll Zooms Engagement in der Schweiz, Deutschland und Österreich betonen.

publiziert am 12.6.2026
image

SpaceX schafft Rekord-Börsengang

Die Weltraumfirma von Technologie-Unternehmer Elon Musk schafft den bisher grössten Börsengang der Geschichte. Die Geschäftszahlen stehen in starken Kontrast zum Börsenwert.

publiziert am 12.6.2026
image

Strafverfolger schalten Geldwäschedienst für Ransomware ab

Internationale Behörden unter Beteiligung des Fedpols haben die Plattform "AudiA6" zerschlagen. Über diese wurden Millionen in Kryptowährungen gewaschen.

publiziert am 12.6.2026