China kritisiert neuerliche US-Sanktionen als "wirtschaftliche Schikane"

16. Dezember 2022 um 12:40
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Blick auf die "Verbotene Stadt" am Tian’anmen-Platz in Peking. Foto: Markus Winkler / Unsplash

Das chinesische Handelsministerium sagt, die USA würden Exportkontrollen missbrauchen. Das Land will Massnahmen ergreifen.

Chinas Regierung hat neue Beschränkungen der USA für den Zugang chinesischer Unternehmen zu amerikanischer Technologie scharf als "wirtschaftliche Schikane" kritisiert. Die USA "missbrauchen Exportkontrollen", um gegen chinesische Firmen und Institutionen vorzugehen, sagte ein Sprecher des Handelsministeriums am Freitag in Peking, nachdem drei Dutzend chinesische Unternehmen auf eine schwarze Liste der USA gesetzt worden waren. China werde "notwendige Massnahmen" ergreifen, um seine Interessen zu verteidigen.
Die US-Regierung hatte die neuen Sanktionen rund zwei Monate, nachdem sie die Lieferung hochmoderner Halbleiter und Ausrüstung zur Herstellung solcher Chips nach China beschränkt hatte, erlassen. Weitere 36 chinesische Unternehmen und Institutionen kamen auf die Liste, womit ihnen der Zugang zu amerikanischen Produkten, Software und Technologie weitgehend verwehrt wird. Darunter ist einer der führenden chinesischen Chiphersteller, die Yangtse Memory Technologie Corporation (YMTC).
Mit den Schranken wollen die USA verhindern, dass diese Unternehmen mittels amerikanischer Technologie das chinesische Militär modernisieren oder Menschenrechtsverletzungen unterstützen, wie das Handelsministerium der USA mitteilte. Nach den vorangegangenen Beschränkungen für die chinesische Chip-Industrie hatte China am Montag bereits Beschwerde bei der Welthandelsorganisation (WTO) eingereicht, um gegen die Exportkontrollen für Halbleiter-Technologie vorzugehen.

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