Der Maschinenbauer Schlatter ist Opfer eines Cyberangriffes geworden. Das Unternehmen habe umgehend Sicherheitsmassnahmen eingeleitet und die zuständigen Behörden involviert, teilte die Gruppe mit. Der Angriff sei am Freitag, 9. August, bemerkt worden.
Das genaue Ausmass der Schäden beim IT-Netzwerk sei derzeit noch nicht bekannt. Eine detaillierte Untersuchung des Sachverhalts laufe noch. Im Rahmen des Prozesses werde auch untersucht, ob Daten abgeschöpft wurden, so das Industrieunternehmen.
Es sei aber von einer professionellen Attacke auszugehen, heisst es weiter. So habe die unbekannte Täterschaft versucht, das Unternehmen zu erpressen. Die Experten würden intensiv daran arbeiten, alle Systeme so schnell wie möglich wieder verfügbar und funktionsfähig zu machen.
Gegenüber den Zeitungen von
'CH Media' (Paywall) sagte CEO Werner Schmidli, er könne noch nichts Genaueres zum Angriff sagen. Detailliertere Informationen könnten den Angreifern zudem in die Karten spielen. "Da müssen wir sehr vorsichtig sein", so Schmidli. Zu gegebener Zeit werde Schlatter wieder kommunizieren. Der
'Netzwoche' bestätigte er nochmals den Eingang einer Lösegeldforderung. "Wir haben ein Erpresserschreiben auf den Servern gefunden." Ob Schlatter plant, auf die Forderung einzugehen, liess Schmidli offen.
Das 1916 gegründete Unternehmen mit Sitz in Schlieren bei Zürich ist ein weltweit tätiger Anlagenbauer für Schweisssyteme und Webmaschinen. 2023 verzeichnete die Gruppe einen Umsatz von 120,6 Millionen Franken.
Update 16 Uhr: Artikel mit den Aussagen von CEO Werner Schmidli ergänzt.