Cyberangriff auf Sixt: Autovermieter kämpft mit Problemen

2. Mai 2022, 13:14
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Foto: Sixt SE

Das Unternehmen bestätigt einen Angriff. Vor allem telefonisch sind Filialen nicht mehr erreichbar.

Am 29. April kam es weltweit zu ersten Berichten von Sixt-Kunden, dass es zu Problemen bei Mietwagenbuchungen komme. Sixt schrieb, man habe eine "technische Störung", Website und App würden funktionieren, nicht aber Telefone. Es könne zu Verzögerungen bei den Mietabwicklungen kommen.
Wie das Unternehmen dann am 1. Mai bestätigte, kam es zu einem Cyberangriff. "Die IT-Sicherheit der Sixt SE hat am 29. April 2022 IT-Unregelmässigkeiten festgestellt. Entsprechend den vorgeplanten Sicherheitsprotokollen wurden umgehend Gegenmassnahmen eingeleitet", heisst es in einer offiziellen Mitteilung. Man sei Opfer eines Angriffs, habe diesen aber frühzeitig eindämmen können. Die Situation werde mit internen und externen Experten untersucht.
"Als übliche Vorsichtsmassnahme wurde der Zugriff auf IT-Systeme sofort eingeschränkt und die vorgeplanten Wiederherstellungsprozesse eingeleitet. Viele zentrale Sixt-Systeme, insbesondere die Website und Apps, wurden am Laufen gehalten. Dadurch wurden die Auswirkungen auf das Unternehmen, seinen Betrieb und seine Dienstleistungen minimiert, um den Kunden Geschäftskontinuität zu bieten", so Sixt weiter. Kurzfristig sei jedoch mit vorübergehenden Störungen, vor allem in Kundenzentren und ausgewählten Filialen, zu rechnen.
Heute, 2. Mai, vermeldet die Schweizer Website von Sixt nach wie vor: "Derzeit kommt es zu technischen Problemen in unserem Kundenservice." Die Sixt-Filiale im Flughafen Zürich und auch andere Schweizer Standorte scheinen telefonisch immer noch nicht erreichbar zu sein.
In Deutschland erklärte Sixt auf Anfrage des 'Spiegels', ein kleiner Teil von Mietverträgen müsse vorübergehend über manuelle Prozesse abgewickelt werden. Nach derzeitigem Stand gehe das Unternehmen nicht davon aus, dass Kundendaten vom Angriff betroffen seien. "Sollte sich der Kenntnisstand ändern, werden wir betroffene Kunden selbstverständlich umgehend unterrichten", so Sixt zum Nachrichtenmagazin.


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