Cyberangriff auf Stiftung Wagerenhof

20. Juli 2026 um 09:46
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Foto: Getty Images / Unsplash+

Die Attacke führte zur Verschlüsselung von Daten und zum Ausfall mehrerer IT-Systeme. Ob und welche Daten abgeflossen sind, wird derzeit untersucht.

Die Stiftung Wagerenhof in Uster ist am Abend des 9. Juli Ziel eines Ransomware-Angriffs geworden. Wie die Institution für Menschen mit Beeinträchtigungen mitteilte, verschlüsselten die Angreifer Daten und blockierten den Zugriff auf mehrere Systeme der virtuellen IT-Umgebung. Die Stiftung betreut erwachsene Menschen in Wohngruppen und an geschützten Arbeitsplätzen. Nach Angaben der Stiftung haben die Angreifer ein Bekennerschreiben mit einer Lösegeldforderung hinterlassen. Auf diese Forderung werde die Stiftung nicht eingehen.
Unmittelbar nach dem Vorfall trennte die Stiftung eigenen Angaben zufolge sämtliche Systeme und Verbindungen vom Netz, um die Auswirkungen des Angriffs einzudämmen und ein mögliches Datenleck zu begrenzen. Zur Bewältigung des Vorfalls seien externe ICT- und Cybersecurity-Spezialisten sowie die Kantonspolizei beigezogen worden. Der Angriff wurde zudem dem Bundesamt für Cybersicherheit (Bacs) gemeldet und Strafanzeige erstattet, wie die Stiftung schreibt.
Durch den Angriff seien derzeit die Server- und Applikationslandschaft sowie Dokumentationen und die regulären Kommunikationsmittel wie E-Mail und Festnetztelefonie nicht verfügbar. Die Stiftung setze deshalb vorübergehend auf alternative Kommunikations- und Versorgungswege.

Mögliches Datenleck wird untersucht

Die Grundversorgung, die medizinische Betreuung sowie die Sicherheit der Bewohnenden und Mitarbeitenden seien jederzeit gewährleistet gewesen und seien nicht beeinträchtigt, teilt die Stiftung mit. Auch die Betriebe der Stiftung – darunter Blumenladen, Gärtnerei, Landwirtschaft und Beluga – bleiben geöffnet, allerdings mit Einschränkungen bei den Zahlungsmöglichkeiten. Wann die IT-Systeme wieder vollständig zur Verfügung stehen werden, ist derzeit noch offen.
Die Stiftung geht aktuell davon aus, dass es im Zusammenhang mit dem Angriff zu einem Datenleck gekommen sein könnte. Welche Daten betroffen sind und in welchem Umfang Informationen abgeflossen sind, lasse sich derzeit jedoch noch nicht beurteilen. Die Abklärungen dazu laufen im Rahmen einer technisch-forensischen Untersuchung.

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