Mit wachsender KI-Maturität von Unternehmen wächst offenbar auch die Zahl der genutzten Modelle. Die meisten Unternehmenskunden setzen bewusst auf den parallelen Betrieb mehrerer KI-Plattformen und kombinieren dabei neuere, KI-native Tools mit den Lösungen etablierter Enterprise-Anbieter. Dies ergab eine Auswertung von Login-Daten von mehr als 20'000 Organisationen weltweit, über die der Sicherheitsanbieter Okta berichtet.
Der Studie zufolge diversifizieren Organisationen ihre KI-Umgebungen zunehmend. Damit würden sich auch die Marktanteile verschieben, so Okta: Disruptive Anbieter wie Anthropic, OpenAI und Cursor verzeichneten ein starkes Wachstum. Etablierte Provider wie Google und Microsoft würden aber aufgrund der Enterprise-Verträge und Integrationsmöglichkeiten weiterhin hohe Nutzerzahlen aufweisen. Okta erwartet nicht, dass es in naher Zukunft einen einzelnen KI-Anbieter geben wird, der den Enterprise-Markt dominiert.
Die heterogenen KI-Landschaften bergen besonders für Unternehmen in der EMEA-Region mit ihren strengen Compliance- und Governance-Anforderungen neue Herausforderungen, betont Okta. Beispielsweise könnten falsch konfigurierte Berechtigungen, inkonsistente Richtlinien und eine fragmentierte Überwachung zu Problemen führen. Durch nicht-verwaltete, falsch konfigurierte oder veraltete Zugriffsrechte würden neue Angriffsvektoren entstehen und die Gefahr von Compliance-Verstössen erhöht.