China will das grösste KI-Modell entwickelt haben

17. Juli 2026 um 12:58
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In Schanghai findet gerade eine grosse KI-Konferenz statt. Foto: Zhou Xian / Unsplash

Ein Startup namens Moonshot hat ein Open-Source-Sprachmodell mit 2,8 Billionen Parametern präsentiert.

Im globalen Wettlauf um die Vorherrschaft bei der Künstlichen Intelligenz (KI) hat China möglicherweise einen neuen Meilenstein gesetzt. Das vom Tech-Riesen Alibaba unterstützte Startup Moonshot AI präsentierte heute sein neues Sprachmodell "Kimi K3".
Das Modell spielt laut eigenen Angaben mit den Spitzenmodellen der US-Konkurrenten OpenAI und Anthropic in einer Liga. Der Launch sorgt in der Branche für Aufsehen und schürt in den USA Sorgen um den schwindenden technologischen Vorsprung.

Das "grösste offene Modell" der Welt

Mit 2,8 Billionen Parametern ist Kimi K3 laut Unternehmensangaben das bislang weltweit grösste Open-Source-KI-Modell. Die Parameterzahl ist ein Indikator für die Leistungsfähigkeit und Komplexität eines Systems. Das Modell soll bis Ende Juli für Entwickler weltweit vollständig frei zugänglich gemacht werden.
Moonshot AI verwies bei der Präsentation auf die Ergebnisse von Tests, die zeigten, dass Kimi K3 zumindest bei Programmieraufgaben und komplexen Anwendungen Modelle wie Claude Opus 4.8 von Anthropic und GPT 5.5 von OpenAI übertreffe. Diese Testergebnisse konnten von unabhängiger Seite nicht validiert werden.

Vorsprung von OpenAI und Anthropic schrumpft

Gleichzeitig räumte Moonshot AI ein, dass das neue System insgesamt noch leicht hinter den absoluten, proprietären US-Spitzenmodellen wie Claude Fable 5 und OpenAIs GPT-5.6 Sol zurückbleibe. Der Abstand schrumpfe jedoch rasant. Beobachter ziehen bereits Parallelen zum "Deepseek-Moment" Anfang 2025, als ein chinesisches Modell erstmals den Glauben an die weiterhin grosse US-Dominanz erschütterte und die Tech-Aktienmärkte weltweit einbrechen liess.
Chinesische KI-Modelle haben seitdem weltweit an Bedeutung gewonnen, unter anderem weil viele davon als Open-Source-Software zur Verfügung gestellt werden und damit im Betrieb in der Regel kostengünstiger sind als westliche KI-Versionen.

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