Mitte Dezember sind in der Schwyzer Bezirksverwaltung March
nach einem Cyberangriff Telefonie, Mail und Internet ausgefallen. Rund eine Woche später waren die meisten Systeme abgesehen von ein paar Einschränkungen wieder online. Einzig die Sekundarschulen hatte noch etwas länger mit den Folgen zu kämpfen.
Alle Geräte auf Malware gescannt
Wie der '
March-Anzeiger' berichtet, ist der Normalbetrieb mittlerweile wieder eingekehrt, auch in den Schulen. In der Zwischenzeit sei jedes einzelne Gerät im Netzwerk von einer spezialisierten Firma gescannt worden – dies, um sicherzugehen, dass nicht irgendwo noch verborgene Schadsoftware hinterlegt worden sei, zitiert die Zeitung Landschreiber Werner Kälin.
Zum Fall geäussert hat sich auch der Regierungsrat des Kantons. Diesem wurde in einer kleinen Anfrage von zwei GLP-Politikern ein "Versäumnis, angemessene Präventivmassnahmen zu ergreifen" vorgeworfen. Es käme Software zum Einsatz, die "nachweislich Sicherheitslücken" aufweise, so die Kantonspolitiker Michael Fedier und Michael Spirig. Das Finanzdepartement schreibt dazu, dass eine der schwerwiegendsten Sicherheitslücken "die fehlende Multi-Faktor-Authentifizierung" gewesen sei, zitiert der 'March-Anzeiger' aus der Antwort.
Multi-Faktor-Authentifizierung eingeführt
Diese Lücke ist mittlerweile geschlossen. Die Einführung von Zwei-Faktor-Authentifizierung "für den Zugriff auf alle relevanten Bereiche" ist eingeführt, wie Werner Kälin zum Lokalblatt sagte. Diesen Schritt hatte er
im Dezember gegenüber inside-it.ch angekündigt.
Darüber hinaus empfiehlt das Finanzdepartement des Kantons Schwyz allen Gemeinden und Bezirken, sich dem "geschlossenen Kundenkreis" des Bundesamts für Cybersicherheit anzumelden. So würde man die wichtigsten Informationen zur Bedrohungslage direkt vom Bund erhalten.