Cyberangriff trifft Kühlsystem der französischen Blutbank

5. November 2026 um 09:46
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Foto: Yunus Tuğ / Unsplash+

Nach Angriffen auf Supermärkte haben Cyberkriminelle nun auch die französische Blutbank ins Visier genommen. An drei Standorten wurden Kühlanlagen manipuliert.

Nach Angriffen auf Supermärkte ist auch die französische Blutbank ins Visier der Cyberkriminellen geraten. Betroffen gewesen seien die Kühlräume an drei Standorten, gab die französische Blutbank (EFS) bekannt.
Die von einem externen Anbieter bereitgestellten Kühlanlagen seien aus der Ferne derart manipuliert worden, dass die Betriebstemperaturen auf sehr hohe Werte angehoben wurden. Wie 'Le Canard Enchaîné' berichtete, wurde die Temperatur von minus 30 Grad auf plus 110 Grad hochgefahren.
Dank der Überwachungs- und Alarmsysteme seien die Unregelmässigkeiten schnell erkannt und Massnahmen ergriffen worden. Dadurch seien keine Proben oder Blutprodukte beeinträchtigt, betonte die Blutbank. Die entsprechenden Kühlanlagen seien wieder unter Kontrolle gebracht oder Blutprodukte vorsorglich in andere Einrichtungen verlegt worden. In den Kühlräumen würden Blutprodukte gelagert, bevor sie an Gesundheitseinrichtungen ausgeliefert würden, sowie Proben für die Biobanken der EFS.
Nach einer Serie von Cyberangriffen auf Kühlanlagen in europäischen Supermärkten untersucht die Polizei auch mehrere Fälle in Deutschland. Cyberkriminelle hatten in den vergangenen Tagen unter anderem in Belgien, Schweden, Irland, Luxemburg, Estland, Finnland und den Niederlanden dafür gesorgt, dass Kühlschränke und Tiefkühltruhen wärmer wurden.
Mitte Oktober hatte es bereits einen grossangelegten Angriff gegeben, der Märkte mehrerer grosser französischer Lebensmittelhandelsketten betraf. Die EU-Kommission berief ein Krisentreffen ein. Wer hinter den Attacken steckt, ist bislang unklar.

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