Cybercrime sorgt für viel Arbeit bei St. Galler Staats­anwalt­schaft

18. März 2024 um 15:29
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Foto: Unsplash+

Um dem Pendenzenberg Herr zu werden, sollen Cyberdelikte, die vom Ausland aus durchgeführt werden, eventuell gar nicht mehr untersucht werden.

Die Zahl der pendenten Fälle ist bei der St. Galler Staatsanwaltschaft im letzten Jahr gestiegen. Einen grossen Aufwand würden jeweils Cyberdelikte verursachen, heisst es im Geschäftsbericht der Staatsanwaltschaft.
Mit einem neuen Vorgehen soll die Arbeitslast verringert werden. Denn bei Cyberdelikten sei die Aufklärung wegen der Spurenlage und der Internationalität oft schwierig bis unmöglich, so der Bericht. Neu soll vor allem dann ermittelt werden, wenn sich die Täter in der Schweiz befinden.

Ermittlung bei erfolgversprechenden Fällen

Im ersten Quartal 2024 startete ein Pilotprojekt, bei dem die eingegangenen Anzeigen zentral auf mögliche Deliktserien überprüft werden. Dazu sollen digitale Tatmittel wie verwendete E-Mail-Adressen oder Kryptowährungsadressen automatisch abgeglichen werden.
Abgesehen von diesem täglichen Abgleich würden lediglich in erfolgversprechenden Fällen weitergehende polizeiliche Ermittlungsverfahren eröffnet beziehungsweise staatsanwaltliche Untersuchungsverfahren eröffnet. "Am erfolgversprechendsten sind Fälle, bei welchen die Täterschaft in der Schweiz und nicht in erfahrungsgemäss unkooperativen Staaten zu verorten ist", sagt dazu Daniel Burgermeister, Staatsanwalt beim kantonalen Untersuchungsamt.
Ziel des Projekts ist eine Entlastung der Mitarbeitenden sowie ein gezielterer Einsatz der Ressourcen.
(Mit Material von Keystone-sda)

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