Schweiz testet Cyberabwehr im Verkehrssektor

15. Juni 2026 um 12:27
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Foto: Campbell / Unsplash

Im Rahmen der "Cyber Europe 2026" hat die Schweiz ihre Abläufe zur Bewältigung von Cybervorfällen im Transportsektor getestet. Beteiligt waren Behörden und Betreiber kritischer Infrastrukturen.

Die Schweiz hat sich am 10. und 11. Juni 2026 an der europäischen Sicherheitsübung "Cyber Europe 2026" beteiligt. Die von der Europäischen Agentur für Cybersicherheit (Enisa) organisierte Übung gilt als grösste ihrer Art in Europa und diente dazu, die Bewältigung grosser Cybervorfälle grenzüberschreitend zu testen. In der Schweiz standen dabei der Schienenverkehr und die Binnenschifffahrt im Fokus.
Unter der Leitung des Bundesamtes für Cybersicherheit (Bacs) nahmen laut Angaben des Bundes verschiedene nationale und kantonale Behörden sowie Betreiber kritischer Infrastrukturen an der Übung teil. Insgesamt waren europaweit rund 1000 Personen beteiligt.
Das simulierte Szenario umfasste parallele Cybervorfälle in mehreren europäischen Transportinfrastrukturen. Es sollten insbesondere die Reaktions- und Koordinationsfähigkeit der beteiligten Stellen getestet werden.

Nationalen Cyberstrategie stärken

Gemäss Bacs zeigte die Übung, dass die involvierten Organisationen auch in einem komplexen und dynamischen Umfeld koordiniert zusammenarbeiten können. Die bestehenden Prozesse zur Bewältigung grenzüberschreitender Cybervorfälle hätten sich dabei grundsätzlich bewährt. Zudem habe die Übung dazu beigetragen, die Zusammenarbeit zwischen den Akteuren im Bereich der kritischen Infrastrukturen weiter zu stärken.
Das Bacs zieht insgesamt eine positive Bilanz der Teilnahme. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen in den kommenden Wochen mit den beteiligten Organisationen vertieft analysiert werden. Daraus sollen allfällige Massnahmen zur Stärkung der Cyberresilienz im Schienen- und Schiffsverkehr abgeleitet werden. Die Resultate sollen zudem in die Umsetzung der Nationalen Cyberstrategie (NCS) einfliessen.

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