Daten von britischem Verteidigungsministerium gestohlen

4. September 2023 um 13:07
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Der Stützpunkt der britischen Marine in Gare Loch. Foto: Royal Navy

Die Ransomware-Bande Lockbit hat einen Lieferanten der britischen Regierung angegriffen. Es wurden sensible Daten des Geheimdienstes offengelegt.

Der Fall erinnert stark an den Xplain-Hack hierzulande durch die Cyber­kriminellen der Bande Play. Nach dem Angriff auf einen Lieferanten der britischen Regierung durch die Ransomware-Bande Lockbit sind Daten des Verteidigungsministeriums im Darkweb gelandet.
Wie der 'Daily Mirror' berichtet, sind Informationen über einen Atom-U-Boot-Stützpunkt, ein Chemiewaffenlabor, Hochsicherheitsgefängnisse und Abhör­posten des britischen Geheimdienstes gestohlen und publiziert worden.
Angegriffen wurde im Unterschied zu Xplain kein IT-Dienstleister, sondern die britische Firma Zaun mit Hauptsitz in Wolverhampton, welche unter anderem Zäune für Hochsicherheitsstandorte herstellt. Der Labour-Abgeordnete Kevan Jones sagte, dass die Regierung erklären müsse, warum die Computer­systeme dieser Firma so anfällig gewesen seien.
Anfang Jahr wurde bereits die britische Post Royal Mail Opfer derselben Ransomware-Bande. Lockbit verlangte damals 80 Millionen Dollar Lösegeld, aber Royal Mail bezahlte nicht.

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Hinweise deuten zudem auf einen Abfluss von Daten hin. Die genaue Herkunft des Angriffs und das Ausmass des Vorfalls sind bislang nicht offiziell bestätigt.

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