Die Ausgleichskasse des Verbandes der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (Swissmem) wurde am Wochenende nach Neujahr Opfer eines Cyberangriffs. Dabei wurden laut Angaben der Ausgleichskasse Zugänge zu Servern und Daten verschlüsselt. Systeme von Kunden sollen keine betroffen gewesen sein, beteuert die Sozialversicherung.
Seit dem 9. Januar 2025 läuft der Betrieb auf einer vollständig neu aufgesetzten Plattform wieder. Rund 10% der Daten der Ausgleichskasse sollen aber abgeflossen sein, schreibt Swissmem in einer Mitteilung. Bisher lägen jedoch keine Hinweise auf eine missbräuchliche Verwendung der Daten vor.
Die Ausgleichskasse Swissmem hat Strafanzeige erstattet. Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte (Edöb), das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) und das Bundesamt für Cybersicherheit (Bacs) wurden hinzugezogen.
Die der Ausgleichskasse angeschlossenen Firmen und ihre Mitarbeitenden sowie die Pensionierten seien mit einem Schreiben über den Vorfall informiert worden, schreibt die Ausgleichskasse Swissmem. Zusätzlich wurde eine Hotline eingerichtet, die Betroffenen zur Verfügung steht.
Der Ausgleichskasse sind rund 1300 Firmen angeschlossen. In der Kasse sind 150'000 Aktive sowie 50'000 AHV- und IV-Rentnerinnen und -Rentner erfasst. Im Jahr 2023 betrugen die erhobenen Lohnbeiträge gemäss Website 1,2 Milliarden Franken. Gelder gingen beim Cyberangriff allerdings keine verloren, wie die Ausgleichskasse explizit erwähnt.