API: Bund setzt stärker auf digitale Ver­netzung

20. September 2021 um 08:43
  • e-government
  • schweiz
  • verwaltung
image

Die Bundesverwaltung will ihre Behörden­leistungen verstärkt digital anbieten und setzt deshalb auf Schnittstellen. Darüber wurde der Bundesrat am Freitag informiert.

Es ist ein strategisches Ziel des Bundes, Behördendienstleistungen auch digital anbieten zu können. Das schreibt die Bundeskanzlei in einer aktuellen Mitteilung. Basis dafür seien APIs, die die Vernetzung nicht nur innerhalb der Bundesverwaltung, sondern auch mit Partnern aus der föderalen Verwaltung, Wirtschaft und Öffentlichkeit sicherstellen würden, so die Bundeskanzlei weiter.
Demnach erarbeitet der Bereich Digitale Transformation und IKT-Lenkung (DTI) der Bundeskanzlei bis Ende Jahr ein Grundlagendokument zur "API-Architektur Bund". Ziel ist es unter anderem, dass Unternehmen Behördendienstleistungen direkt aus ihren Systemen beziehen können. Auch Bürgerinnen und Bürger sollen via Apps oder im Web auf Services zugreifen können. Und nicht zuletzt soll der Datenaustausch mit internationalen Partnern funktionieren.
Welche Schnittstellen aus Sicht von Unternehmen, Bildungsinstitutionen und Bürgerinnen und Bürgern besonders wichtig sind, klärt die Bundeskanzlei noch bis Ende Monat in einer Umfrage. Erst kürzlich hatte eine Studie von Citrix ergeben, dass Schweizerinnen und Schweizer mit der Digitalisierung von Behörden unzufrieden sind.
image
Chefredaktor Reto Vogt

Kommentar: Zurück in die Zukunft

Die 90er-Jahre haben angerufen und wollen ihre Pressemitteilung zurück! Beim Lesen der Meldung der Bundeskanzlei musste ich mich kurz vergewissern, dass wir tatsächlich das Jahr 2021 schreiben und nicht etwa 1996. "Der Bund setzt auf elektronische Schnittstellen." Krasser Move!
Entschuldigen Sie meine Häme, aber ich kann nicht anders. Sich digital aufstellen zu wollen, Behördendienstleistungen für Unternehmen und Private online anzubieten und dann noch in einer Umfrage abzuklären, welche API "wichtig sind", ist ja alles schön und gut, aber halt einfach 25 Jahre zu spät.

Loading

Mehr zum Thema

imageAbo

Seco mietet sich in RZ von NTS ein

Das Staatssekretariat für Wirtschaft schliesst ein eigenes Rechenzentrum. Zum Preis von 10,8 Millionen Franken wird ins RZ "Colobern Nord" gezügelt.

publiziert am 8.10.2026
image

Niederländische Behörde stoppt M365-Migration

Die Steuer- und Zollverwaltung will Office-Anwendungen auf eigenen Servern hosten und europäische Open-Source-Alternativen einführen.

publiziert am 8.10.2026
image

Region Rorschach nimmt IT-Plattform in Betrieb

Die Informatikdienste Region Rorschach betreiben mittlerweile die IT der Stadt Rorschach und der Gemeinde Rorschacherberg. Ende Monat folgt die Gemeindeverwaltung Goldach.

publiziert am 7.10.2026
imageAbo

Aussendepartement ersetzt IAM-Lösung

Das Departement sucht eine Nachfolge-Software für den Microsoft Identity Manager. 2027 soll mit der Ablösung begonnen werden.

publiziert am 6.10.2026