Apple und Google publizieren API für Corona-Apps

22. Mai 2020 um 11:38
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Die Schnittstellen sollen bereits für 22 Länder zugänglich sein. Der Bundesrat hat zudem die gesetzlichen Grundlagen für die Schweizer App verabschiedet.

Gesundheitsbehörden in 22 Ländern können ab sofort Corona-Warn-Apps veröffentlichen, die mit iPhones und Android-Telefonen zusammenspielen. Google und Apple machten am Mittwochabend ihre Smartphone-Schnittstellen offiziell verfügbar.
Pro Land soll nur eine App darauf zugreifen können, um einen Flickenteppich aus verschiedenen Anwendungen zu verhindern. Bisher wurde der Zugang dazu 22 Ländern zugesagt. Weitere dürften in den kommenden Wochen hinzukommen.
Apple veröffentlicht die Schnittstellen mit der Version 13.5 des iPhone-Betriebssystems iOS und Google mit einem Update für Android über seine Download-Plattform Pay Store.
Die Corona-Apps sollen bekanntlich helfen, Ansteckungen nachzuverfolgen, wenn die Ausgehbeschränkungen gelockert werden. Sie sollen erfassen, welche Smartphones einander nahegekommen sind – und Nutzer warnen, wenn sich herausstellt, dass sie sich neben infizierten Personen aufhielten. Dank der Lösungen von Apple und Google sollen Smartphones weltweit in der Lage sein, sich zu erkennen und eine mögliche Exposition zu melden.
Beim Konzept von Apple und Google soll die Entfernung zwischen Smartphones anhand der Bluetooth-Signalstärke gemessen werden, um so auf das Location Tracking verzichten zu können. Die Smartphones sollen zugleich per Bluetooth Krypto-Schlüssel austauschen, die sich alle 10 bis 20 Minuten ändern. Damit soll man Begegnungen nachvollziehen können, ohne dass ein Einzelner nachverfolgbar wäre.
Der Bundesrat hat zudem die gesetzliche Grundlage für die neue SwissCovid-App verabschiedet. In der Botschaft dazu wird festgehalten, dass die App freiwillig ist und die Teilnahme oder Nicht-Teilnahme keine Benachteiligungen oder Vorteile zur Folge haben darf. Nun muss das Parlament in der Sommersession im Juni über die Vorlage befinden.
Die Daten, die in der App bearbeitet werden, dienten dem alleinigen Zweck, die teilnehmenden Personen zu benachrichtigen, wenn sie dem Coronavirus ausgesetzten waren, hiess es in einer Mitteilung des Bundesamtes für Gesundheit (BAG). Sie sollen dezentral gespeichert werden, und das System erfasse keine Standortdaten. Sowohl die technischen als auch der Quellcode seien öffentlich.

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