Bund verfehlt Ziele seiner Informatikstrategie teilweise

20. März 2020 um 15:03
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Das Parlament will eine übergreifende Steuerung, die Verwaltungseinheiten wollen Autonomie. Dieses Spannungsfeld habe die Zielerreichung beeinträchtigt.

Der Bund hat in den vergangenen vier Jahren einige Ziele seiner IKT-Strategie verfehlt. Das steht in einem Controllingbericht, den der Bundesrat am Freitag zur Kenntnis genommen hat.
Die Gründe für die Versäumnisse sind gemäss dem Bericht zahlreich: So verlange das Parlament eine verstärkte integrale und departementsübergreifende Informatiksteuerung. Gleichzeitig strebten viele Verwaltungseinheiten nach Autonomie. Dieses Spannungsfeld habe die Zielerreichung der Strategie 2016-2019 beeinträchtigt.
Beispielsweise hätten die Arbeiten an den Weisungen zum IKT-Architekturmanagement Bund vor zwei Jahren sistiert werden müssen. Entsprechend hätten auch die Arbeiten im Bereich der integralen IKT-Planung zurückgestellt werden müssen.
Welche der noch nicht abgeschlossenen Umsetzungsmassnahmen in die neue IKT-Strategie übernommen werden sollen, wird laut Bundesrat geprüft. Die IKT-Strategie des Bundes 2020-2023 sowie deren Umsetzungsplan werde er voraussichtlich im April 2020 genehmigen.

Fortschritte bei RZ-Verbund und Standarddiensten

Neben den negativen Punkten konnte der Bund in den vergangenen vier Jahren beim Ausbau der IKT-Standarddienste sowie bei der Umsetzung des Rechenzentren-Verbunds nach eigenen Angaben klare Fortschritte erzielen. Zur Unterstützung der digitalen Transformation der Bundesverwaltung hat der Bundesrat zudem die Strategie für den Ausbau einer gemeinsamen Stammdatenverwaltung genehmigt.

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