Glaubt man den Security-Spezialisten von FireEye, hat wieder einmal die Hackergruppe APT41 zugeschlagen. Von ihr wird angenommen, dass sie im Auftrag des chinesischen Staates agiert. Laut den
Analysen des US-Unternehmens FireEye hat APT41 bei mehr als 75 der weltweiten FireEye-Kunden eine der am breitesten angelegten Cyber-Spionage-Kampagnen der letzten Jahre gefahren.
Vom 20. Januar bis zum 11. März 2020 (mit einem kurzen Unterbruch im Februar) habe die Hackertruppe versucht, Schwachstellen zunächst in Citrix Application Delivery Controller (ADC) und Gateway Devices (CVE-2019-19781) sowie anschliessend in Cisco-Routern (CVE-2019-1653 und CVE-2019-1652) und der ManageEngine von Zoho (CVE-2020-10189) auszunutzen.
Die angegriffenen Unternehmen seien auf allen Kontinenten angesiedelt und stammten unter anderem aus dem Finanzumfeld, der Rüstungsindustrie und dem Gesundheitswesen. Aber auch Regierungen, Hochschulen, Medien, die Fertigungs- und High-Techbranche sowie Telcos oder Versorgungsunternehmen seien im Visier der Hacker gewesen.
Laut FireEye stand auch die Schweiz auf der Liste der attackierten Länder.
Vermutet wird, dass es auch bei diesen Attacken von APT41 darum ging, geistiges Eigentum zu stehlen. Zudem soll es Hinweise darauf geben, dass die Angriffe zur Spionage und zur Überwachung der anvisierten Netzwerke gedient haben. Unklar sei jedoch, wer warum von APT41 für einen Angriff ausgewählt wurde.