Bund sucht operative Leitung für Open-Data-Strategie

12. November 2021 um 14:36
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Der Chefposten der Geschäftsstelle Open Government Data soll neu besetzt werden. Zu den Aufgaben gehört auch der Betrieb von opendata.swiss.

Beim Bund lautet der Grundsatz der Behördendaten seit einigen Jahren "Open by Default", die Daten sollen also grundsätzlich der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen, wenn keine triftigen Gründe dagegen sprechen. Die entsprechende Strategie wurde im November 2018 verabschiedet.
Nun wird eine neue Leitung für die Geschäftsstelle Open Government Data rekrutiert. Diese soll die Strategie vorantreiben und für die operative Umsetzung zuständig sein. Zudem verantwortet die neue Leitung den Betrieb und die Weiterentwicklung der Plattform opendata.swiss sowie die Unterstützung und Kommunikation mit den beteiligten Behörden und Verwaltungsstellen.
Bis im Juni 2021 hatte der Wirtschaftswissenschaftler Juan Pablo Lovato die Position inne. Er habe nach zweieinhalb Jahren innerhalb des Bundesamtes für Statistik (BFS) die Stelle gewechselt, heisst es vom Amt auf Anfrage. Danach wurde sie zwar für sechs Wochen besetzt, die Person verliess die Geschäftsstelle aber noch in der Probezeit.
Gesucht ist kein Informatiker, sondern ein Sozialwissenschaftler oder ein Betriebswirt, dies weil die Aufgaben vor allem strategisch-politischer Natur sind, wie das BFS erklärt. Dazu gehöre auch die Behandlung politischer Vorstösse sowie die Erarbeitung einer neuen Strategie.
Die aktuelle Open-Government-Data-Strategie gilt bis 2023. In ihrem Rahmen sollen Daten von Bundesstellen zunehmend als offene, maschinenlesbare Verwaltungsdaten auf opendata.swiss publiziert werden. Der Bund erhofft sich dadurch Transparenz, Partizipation und Innovation in allen gesellschaftlichen Bereichen. Ausgenommen von der Veröffentlichung sind Daten, bei denen ein überwiegendes Schutzinteresse wie etwa der Datenschutz gilt.

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