Die Stadt Bern muss bei der IT sparen

3. April 2020 um 15:32
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Bern will noch in diesem Jahr 15,5 Millionen Franken einsparen. Gekürzt wird auch bei den Informatikdiensten. Das zuständige Amt nimmt Stellung.

Die Jahresrechnung 2019 der Stadt Bern schliesst mit einem Defizit von 17,2 Millionen Franken ab. Für das Jahr 2020 hat der Gemeinderat deshalb beschlossen, den Haushalt um 15,5 Millionen Franken zu entlasten. Gespart wird bei allen Direktionen, betroffen ist auch die Direktion für Finanzen, Personal und Informatik (FPI).
Rund 2,5 Millionen Franken muss die FPI insgesamt sparen. Die im Bereich Informatikdienste vorgesehenen Entlastungsmassnahmen betragen rund 360'000 Franken. Auch eine vorgesehene neue Stelle "Digitalisierung" im Generalsekretariat wird nicht besetzt.
Dabei handle es sich um eine Business-Analysten-Stelle, erklärt Adrian Zingg, wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der FPI, auf Anfrage von inside-it.ch. Zum ursprünglich geplanten Stellenprofil sagt er: "Die Zielsetzungen der Stelle wären die Ermittlung von Bedürfnissen für Digitalisierungslösungen auf Ebene Direktion und Abteilung bzw. Amt und die Beratung der Direktion und der Linie hinsichtlich Chancen und Möglichkeiten von Digitalisierungslösungen gewesen."

Betroffen von Kürzungen sind einige SAP-Bereiche

Neben kleineren Beträgen bei diversen Posten wie "Erstellung ClientBuild" oder bei Admin- und Auswertungstools finden sich in der "Liste der Einsparungsmassnahmen" der Berner Regierung auch Einsparungen von gegen 200'000 Franken, die SAP-Bereiche betreffen: Softwarepflege, Umsetzungsprojekte SAP ERP und ein Verzicht auf externe Unterstützung.
Adrian Zingg sagt dazu: "Die aufgezeigten Einsparungen bei SAP-Dienstleistungen tangieren bestehende Services, führen aber nicht zu Defiziten beim sicheren Betrieb. Das neue Projekt Go to Hana ist von den Einsparungen nicht betroffen. Mit den Einsparungen ist somit kein Wechsel der bestehenden SAP Strategie verbunden."

Verzögerungen bei der Berner Digitalstrategie sind möglich

Bei der Website bern.chbern.ch sind Einsparungen in der Höhe von 50'000 Franken vorgesehen. Die FPI dazu: "Für die Website bern.ch haben diese Einsparungen keine direkten Folgen. Allerdings nimmt der Spielraum ab, auf der Internetseite zusätzliche Funktionalitäten zu realisieren."
Haben die ankündigten Budget-Kürzungen auch Auswirkungen auf die Digitalstrategie der Stadt Bern? "Die Erreichung der mit der Digitalstrategie angestrebten Ziele ist von den zur Verfügung stehenden finanziellen und personellen Ressourcen abhängig", erklärt Zingg. "Die vorgesehenen Einsparungen können daher zu Verzögerungen führen."

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