Frauen in der Informatik der Schweiz: Die Zahlen

21. März 2018 um 16:10
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Frauen verdienen in IT-Berufen in der Schweiz immer noch 22 Prozent weniger als Männer. Wundert sich jemand, dass sie nur 15 Prozent aller IT-Angestellten ausmachen?

Frauen verdienen in IT-Berufen in der Schweiz immer noch 22 Prozent weniger als Männer. Wundert sich jemand, dass sie nur 15 Prozent aller IT-Angestellten ausmachen?
Der holländische Personalvermittler Honeypot hat zum Tag der Frau am vergangenen März Zahlen zur Gleichberechtigung der Geschlechter in IT-Berufen in 41 OECD-Ländern zusammengetragen. Honeypot hat die Daten aus öffentlich zugänglichen Quellen gesammelt. Quellen sind etwa Statistiken von OECD, Eurostat oder ILO, Herausgekommen ist eine umfangreiche, online zugängliche Tabelle.
Wieviele Angestellte in IT-Berufen gibt es in Polen? Und wieviele in der Türkei? Wieviele davon sind Frauen? Und wie gross ist der Anteil von Frauen bei den Berufsabschlüssen in MINT-Berufen? Die Tabelle lässt keine Fragen offen.
Hier die Zahlen aus der Schweiz, die der holländische Stellenvermittler eruiert hat: In der Schweiz arbeiten 216'300 Menschen in IT-Berufen. Nur knapp 15 Prozent, nämlich 31'600 davon sind Frauen. Der Anteil von Frauen unter allen Erwerbstätigen beträgt hingegen 46,6 Prozent.
Schweiz auf Platz 13 in der Lohndiskriminier-Rangliste
Menschen in IT-Berufen verdienen in der Schweiz im Durchschnitt gemäss Honeypot, respektive den von Honeypot konsultierten Statistiken, 61'536 Euro. Das Durchschnittsgehalt von Frauen in IT-Berufen in der Schweiz beträgt hingegen nur 47'814, die Differenz unglaubliche 22,3 Prozent. Die Schweiz liegt damit hinter Deutschland und Österreich auf Platz 13 der Rangliste der Länder mit der schlimmsten Lohndiskriminierung. Markant besser stehen Länder wie Kroatien, die USA, Frankreich oder Portugal da. Am wenigsten Lohndiskriminierung gibt es (in IT-Berufen) gemäss OECD aber in der Türkei.
Doch aufgepasst: Wir geben hier die Daten wieder, die die Firma Honeypot gesammelt hat. Der Verband SwissICT, der jährlich die Schweizer Löhne in IT-Berufen untersucht, kommt auf ganz andere Zahlen. Gemäss SwissICT ist der Durchschnittslohn viel höher
Bei einer anderen Kennzahl, nämlich dem "Gender Inequality Index", den die UNO für die "Human Development Data" ermittelt, schneidet die Schweiz hingegen viel besser ab. Hier liegt die Schweiz an der Spitze aller Länder überhaupt. Grund: In dem Index spielen Gesundheitsdaten und die Ausbildungschancen von Frauen eine grosse Rolle. (hc)

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