Google einigt sich mit europäischen Medien­häusern über Vergütungen

19. November 2021 um 13:42
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Erste deutsche Verleger erhalten Geld vom Konzern für angezeigte Inhalte. Auch in Frankreich hat sich Google mit der Nachrichtenagentur geeinigt.

Basierend auf dem neuen Leistungsschutzrecht hat der Tech-Gigant Google erste Verträge mit deutschen Verlagen abgeschlossen. Zu den Publikationen gehören unter anderem 'Golem', 'Die Zeit' und 'Der Spiegel'. Eine Reihe von weiteren Gesprächen mit Verlagshäusern seien am Laufen, teilt das Unternehmen mit.
Die Verträge umfassen demnach "erweiterte Vorschauen von Nachrichten". Über die Höhe der Zahlungen an die Verlagshäuser wurden allerdings keine Angabe gemacht.
Auch in Frankreich wurde zwischen dem Konzern und der Nachrichtenagentur 'AFP' eine Einigung erzielt. "Monatelange konstruktive Verhandlungen" nach den Vorgaben der Wettbewerbsbehörde des Landes seien dem Vertragsabschluss vorausgegangen, hiess es in der Mitteilung. 'AFP'-Geschäftsführer Fabrice Fries betonte, der Vertrag sei eine Anerkennung des Wertes der Information. Der französische Google-Manager Sébastien Missoffe ergänzte, sein Unternehmen zeige damit die Bereitschaft, eine Einigung mit den Verlegern und Nachrichtenagenturen in Frankreich zu finden.
Hintergrund ist eine 2019 verabschiedete EU-Urheberrechtsnovelle, die das Recht an das digitale Zeitalter anpassen soll. Urheber sollen für ihre im Netz verbreiteten Inhalte vergütet werden, so das Ziel. Der Entschluss war nicht unumstritten. Befürwortern ist es darum gegangen, Online-Plattformen, die wissentlich mit fremden Inhalten Geld verdienen, zu einer fairen Lizenzierung zu zwingen.
Google hatte sich zunächst geweigert, solche Zahlungen zu leisten. Am Pariser Berufungsgericht hatte der Konzern dann im Herbst vergangenen Jahres eine Niederlage kassiert.

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