Das schweizerisch-amerikanische Unternehmen Garmin hat gegenwärtig grobe Probleme mit seinen IT-Systemen. Die Schwierigkeiten begannen am Morgen des gestrigen 23. Juli und scheinen immer noch anzuhalten.
Zunächst meldete Garmin India via Twitter, dass man aufgrund von Wartungsarbeiten einige Server vom Netz genommen habe. Vor rund 24 Stunden erklärte der Hersteller von Navigationsgeräten und Fitness-Smartwatches aber
ebenfalls via Twitter, dass man einen "Ausfall" zu beklagen habe. Dieser betreffe Garmin Connect, und deshalb seien sowohl die Garmin-Connect-Website als auch die mobile App gegenwärtig "down". Aufgrund dieses Ausfalls können Garmin-User gegenwärtig Daten auf ihren Smartwatches nicht mit der Smartphone-App synchronisieren.
Betroffen sind laut Garmin auch die Callcenter und man könne weder Telefone noch E-Mails annehmen oder Online-Chats führen.
Weitere Tweets zur Störung hat das Unternehmen bis zur Veröffentlichung dieses Artikels nicht gemacht.
Zusätzlich scheint Garmin den gleichen Fehler gemacht zu haben, wie manche andere Anbieter von Cloud-Services, und die Statusseite, auf der sich User über Probleme informieren können sollten, ebenfalls auf den eigenen Systemen zu hosten. Jedenfalls war die Statusseite von Garmin Connect bis wenige Minuten vor Veröffentlichung dieses Artikels ebenfalls nicht erreichbar. Mittlerweile
zeigt sie "Down" für sämtliche angezeigten Services.
Ebenfalls ausgefallen scheint flyGarmin zu sein, eine Software, die in der Luftfahrt eingesetzt wird. Gemäss 'Aviation International News' sind die Flugplanablage, die Kontenabgleichung und die Datenbank-Funktionen in der Garmin Pilot-Anwendung betroffen sowie Daten vom Central Maintenance Computer.
Laut 'Forbes' hat eine taiwanische Newssite die Vermutung in Umlauf gebracht, dass der Grund für den Totalausfall bei Garmin ein Ransomware-Angriff sein könnte. Die Site berufe sich dabei auf ein internes Memo, das ihr von Garmin-Angestellten zugespielt worden sei.
Der Hauptsitz von Garmin befindet sich in Schaffhausen, die operative Zentrale in Kansas in den USA.