Kriminelle hacken Comparis.ch und fordern 400'000 Dollar

8. Juli 2021, 12:16
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Der Vergleichsdienst ist Opfer eines Ransomware-Angriffs geworden. Comparis will nicht zahlen und hat externe Security-Partner hinzugezogen.

"Unsere Server sind überlastet", heisst es auf der Website von Comparis lediglich, wenn man derzeit versucht einen der Vergleichsdienste aufzurufen. Dies ist allerdings nicht ganz korrekt: Das Schweizer Unternehmen ist Opfer eines Ransomware-Angriffs geworden.
Comparis bestätigt in einer Mitteilung, dass am Mittwochmorgen verschiedene IT-Systeme von der Attacke lahmgelegt worden sind. Die Systeme wurden aus Sicherheitsgründen komplett heruntergefahren. Für die verschlüsselten Daten und Systeme ist auch bereits eine Geldforderung eingegangen, wie Mediensprecher Michael Kuhn auf Anfrage von inside-it.ch bestätigt: 400'000 Dollar in Kryptowährungen fordern die Kriminellen. 
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Screenshot der Comparis-Website.
Bezahlen will Comparis nicht. Stattdessen arbeitet das Unternehmen mit externen Security-Spezialisten an der Wiederherstellung der Systeme. Kundendaten seien nach aktuellem Kenntnisstand nicht verloren gegangen, so der Sprecher. Man hoffe, noch heute wieder online gehen zu können.
Update 9. Juli: Am Donnerstagabend konnte die Website wieder in Betrieb genommen werden. Mittlerweile liefen 90% der Systeme, einige vor allem interne Bereiche seien noch nicht vollumfänglich einsatzbereit, erklärt Sprecher Michael Kuhn auf Anfrage. Und er betont nochmals: Man habe kein Lösegeld bezahlt.

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