Die Lufthansa Group hat Google Cloud als strategischen Partner für den Bau einer neuartigen Planungs-Plattform auserkoren. Die Schweizer Lufthansa-Tochter Swiss wird die ersten Tests durchführen. Und auch der Hauptentwicklungsstandort ist laut Auskunft der Swiss-Mediensprecherin Karin Müller in der Schweiz, nämlich in Zürich, wo Google einen sehr grossen Standort betreibt. Ein weiterer Entwicklungsstandort ist Frankfurt.
KI soll helfen, Passagiere trotz Problemen ans Ziel zu bringen
Die neue Plattform soll vor allem dann helfen, wenn Probleme den Flugplan von Passagieren durcheinandergebracht haben, zum Beispiel Verspätungen, schlechtes Wetter, technische Probleme oder anderes. Das Ziel sei es, so die Lufthansa, Daten aus verschiedenen Prozessen, die für stabile Operationen relevant sind, zum Beispiel Flugzeugwechsel, Flugzeug-Wartungspläne, die Einsatzplanung der Crews und vieles mehr auf einer Plattform zusammenzuführen. Diese soll dann auf Basis von Künstlicher Intelligenz Szenarien für eine Rückkehr zum geplanten Flugbetrieb vorschlagen, so dass Passagiere trotz Unregelmässigkeiten so schnell wie möglich an ihre Ziele kommen.
Gleichzeitig soll das System auch frühzeitig erkennen, wenn Passagiere Anschlussflüge nicht mehr erreichen, und Umbuchungsmöglichkeiten für Kunden der Lufthansa Group in Zürich, München, Frankfurt und Wien, also an allen vier Drehkreuzen der Gruppe, finden.
Ziel: Resultate in 12 Monaten
Wie uns die Swiss-Sprecherin Karin Müller erklärte, werden sich an der Entwicklung rund 100 Mitarbeitende von Google, Swiss und der gesamten Lufthansa-Group beteiligen.
Das Projekt starte ab sofort, so Müller weiter. In den ersten hundert Tagen werde es hauptsächlich um die Datenintegration und Schnittstellenanbindung gehen. Im Anschluss würden dann die ersten Produkte agil entwickelt. "Wir haben uns als Ziel gesetzt, nach 12 Monaten ein Produkt in Zürich etabliert zu haben, welches erste Erfolge zeigt."
Laut Müller ist dies das erste Mal, dass Swiss die Google Cloud Plattform verwendet. Darüber, ob man ein allfälliges Produkt später auch anderen Fluggesellschaften anbieten könnte, könne man im Moment noch keine Aussagen machen.