Österreich hat eine neue Version ihrer Blockchain-Briefmarke herausgegeben. Jede Crypto Stamp 3.0 besitzt einen digitalen Zwilling, der in der Blockchain gespeichert wird. Dort liegt er in der Wallet. Werde die digitale Version der Briefmarke von einer Wallet in eine andere übertragen, sei die Transaktion in der Blockchain dokumentiert, erklärt die Post unseres östlichen Nachbarn.
Erstmals kommt bei der österreichischen Krypto-Briefmarke auch NFC-Technologie zum Einsatz. Die Crypto Stamp 3.0 setze auf eine NFC-gestützte Echtheitsprüfung und ist kryptografisch verschlüsselt, wird weiter erklärt. Über ein Smartphone mit NFC-Funktion lasse sich feststellen, ob man eine echte Krypto-Briefmarke der 3. Generation in Händen halte. Eine eigene App sei weder fürs Auslesen des NFC-Chips noch das Aufdecken des digitalen Zwillings nötig.
Vielmehr führe der NFC-Chip auf eine eigene Website des jeweiligen Briefmarkenexemplars, auf der im nicht aktivierten Zustand ein schlafender Wal zu sehen ist. "Erst durch das Scannen des QR-Codes auf der Vorderseite wird der digitale Zwilling aufgedeckt – und der Wal erwacht zum Leben", heisst es zur Funktionsweise weiter. Die technische Weiterentwicklung der digitalen Briefmarke habe auch in der Blockchain Spuren hinterlassen. So nutze man neu den ERC721-Standard zur Speicherung auf der Ethereum-Blockchain. Und zur Vermeidung hoher Übertragungsgebühren setze man diesmal auf die Side-Chain "xDai" und den ERC20-Token Dai, der im Wert an den US-Dollar gebunden ist.
Das neue Sujet ist ein Wal, der die bestehende Tierwelt der Crypto-Stamps aus Österreich nun ergänzt. Ausserdem gibts aus der Fabelwelt das Goldene Einhorn mit einem 1-Gramm-Goldbarren der Münze Österreich. Die aktuelle Version der Sonderbriefmarke gibt es in Form einer Scheckkarte mit einem Nennwert von 9,90 Euro in fünf Farben. Da die Krypto-Briefmarke von Anfang auch Sammelobjekte waren, gibt es die neuste Marke nur in einer auf insgesamt 100'000 Exemplare limitierten Edition. Da die Farbgebung nach dem Zufallsprinzip erfolgt, wissen die Käufer nicht im Voraus, welche digitale Version sie erwerben, so die Post.
In der Schweiz werde diese Aktion gespannt verfolgt, schreibt die Nachrichtenagentur 'AWP'. Demnach sagte ein Sprecher der Schweizerischen Post: "Die Österreichische Post hat gezeigt, dass sie das Traditionelle mit neuer Technologie verbinden kann". Ob es schon bald auch eine Krypto-Briefmarke "made in Switzerland" geben werde, liess der Sprecher allerdings offen.