Der Messeveranstalter MCH Group ist am Mittwoch, 20. Oktober Opfer eines Cyberangriffs geworden. Das Unternehmen sei mittels Schadsoftware angegriffen worden, heisst es in einer Mitteilung von MCH.
Den rund 300 Schweizer Mitarbeitenden sei untersagt, ihren Geschäftscomputer zu nutzen, wie MCH gegenüber den Medien der TX Group
(Paywall) sagte. Ansonsten gab sich das Unternehmen zugeknöpft: Weder gab es das Ausmass des Angriffs bekannt noch ob es sich um Ransomware handelt. Man gehe davon aus, dass die Hacker genau beobachteten, was die MCH tue und sage, hiess es.
MCH veranstaltet bereits nächste Woche Smartsuisse, den grossen Strategiekongress rund um das Thema Smart City. Die Veranstaltung mit 40 Ausstellenden im Congress Center Basel soll offenbar durchgeführt werden können. Laufende und geplante Messen könnten durchgeführt werden, heisst es in der Mitteilung. Die Medienstelle war am späten Morgen nicht erreichbar.
Die ICT-Abteilung von MCH habe zusammen mit externen Experten und den Bundesbehörden unverzüglich Massnahmen zur grösstmöglichen Schadensbegrenzung ergriffen, heisst es weiter. Ob auch Daten abgezogen worden sind, ist laut der Mitteilung noch nicht klar, dies werde nun untersucht. Zudem erstattet MCH gemäss den Angaben Strafanzeige.
Die IT-Experten seien mit Hochdruck daran, dass alle Systeme wieder funktionsbereit zur Verfügung stünden. Der Angriff kommt zu einem höchst ungünstigen Zeitpunkt. Nachdem die MCH Group in der Pandemie 2020 einen Ertragseinbruch von 60% verzeichnen musste, zieht das Geschäft nun wieder an.