Stadt Zug lanciert umfassende mobile E-Gov-Lösung

22. Januar 2021 um 13:16
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Viele Behördenprozesse sollen auf dem Smartphone rechtsgültig abgewickelt werden können. Die technologische Basis stammt von Procivis.

Die Stadt Zug macht ihren Einwohnerinnen und Einwohnern E-Government-Angebote auf einer neuen App zugänglich. Sie können nun offizielle Dokument auf ihrem Mobiltelefon empfangen und ab Sommer auch über ein Elternportal mit Lehrern der Stadtschulen kommunizieren. Ein Meilenstein für Smart City Zug, heisst es in einer Mitteilung. Angekündigt worden war der Launch bereits auf September 2020.
Behördenprozesse liessen sich mit der eZug-App nun auch ohne Besuch im Stadthaus rechtsgültig digital abwickeln. Zugleich sah man sich in Zug dazu veranlasst, die nicht-digitalen Behördengänger zu beruhigen. André Wicki, Vorsteher des Finanzdepartements erklärte: "Selbstverständlich kann man alle Dienstleistungen nach wie vor bei uns im Stadthaus beziehen. Wir sind hybrid unterwegs!"
App-Nutzer identifizieren sich über das kantonale Zuglogin, mit dem man sich neben Behörden auch bei Dritten digital rechtsgültig ausweisen kann. Ab sofort könne man in der Bibliothek Zug und am Empfang im Stadthauses Zuglogin aktivieren lassen, bislang war das nur brieflich über den Kanton möglich. Rund 4000 Personen nutzen die kantonale Lösung bereits. Die Stadt Zug zählt über 30'000 Einwohner.
Bislang können personalisierte Dokumente wie etwa eine Wohnsitzbescheinigung, ein Handlungsfähigkeitszeugnis oder ein Betreibungsauszug mit eZug bestellt werden. Im Sommer wird ein Elternportal integriert zur Kommunikation mit den Schulen, Musikschulen und schulergänzender Betreuung. Dereinst könnten auch Bewilligungen für Parkplätze und Veranstaltungen, Saalreservationen oder die Anmeldung für die städtische Mitwirkungsplattform über die App erfolgen.
Das Kernstück von eZug ist die von Procivis entwickelte eID+-Technologie, die bereits im Kanton Schaffhausen eingesetzt wird. "Mit eZug haben wir eine Lösung realisiert, die auf fortschrittliche Identitäts-Standards setzt und deshalb ohne grossen Aufwand in weitere Applikationen der Stadt Zug sowie im Privatsektor integriert werden kann", freut sich der Rolf Rauschenbach, Projektverantwortlicher bei Procivis.

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