Viele Gemeinden hinken der Digitali­sierung im Allein­gang hinter­her

18. Juni 2021 um 12:04
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Eine Studie zu smarten Städten und Dörfern zeigt: In der Schweiz mangelt es auf den Gemeinden an Budgets, Koordination und Know-how.

 Wo sehen sich eigentlich die Schweizer Kommunen auf dem Weg zur smarten Community? Was sind die grössten Motivationstreiber für die Digitalisierung? Diesen Fragen wollte der Verein "Myni Gmeind" auf den Grund gehen und liess erstmals 462 Gemeinden befragen. Über 60% davon glauben, dass sie der Digitalisierung hinterherhinken. Dies, obgleich die meisten ein Potenzial erkennen.
Abhilfe könnten unter anderem gemeinsame Projekte schaffen. Kooperation und Austausch von Erfahrungen sind unerlässlich in der Innovation. Wie die Umfrage zeigt, will aber nur gerade jede vierte Gemeinde die Digitalisierung zusammen mit anderen Kommunen angehen. Der Rest wählt den Alleingang, über ein Drittel sogar ohne externe Dienstleister. Knapp 60% haben weder eine Person ernannt noch eine Stelle geschaffen, die die Digitalisierung koordiniert.
Als grösste Hürden für die Digitalisierung wurden der Mangel an marktfähigen Lösungen, Widerstände bei den beteiligten Personen sowie fehlendes Know-how und Budget genannt. Datenschutz-Anforderungen wurden hingegen als weniger problematisch angesehen.
Als Gründe für ihre Digitalisierungsmassnahmen nannten 80% der befragten Gemeinden die Steigerung der Effizienz, zwei Drittel wollen die Schnittstellen zum Bürger verbessern. Nur jeder fünfte Umfrageteilnehmer erhofft sich durch die Digitalisierung eine Senkung der Kosten.
Die Studie "Digitalisierung in den Schweizer Gemeinden 2021" (PDF) wurde von der Fachhochschule Nordwestschweiz erstellt. An der Umfrage der Hochschule beteiligten sich 462 Gemeinden.

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