Anfang April führte der Branchenverband Swiss Blockchain Federation eine Umfrage zu den Auswirkungen der Corona-Krise auf das Crypto-Valley und die Schweizer Blockchain-Szene durch.
Die Krise habe "existenzbedrohende Auswirkungen", war die Kernbotschaft der Umfrage.
Rund 80% der befragten 203 Unternehmen gaben an, in den nächsten sechs Monaten höchstwahrscheinlich insolvent zu gehen. Eine mit 88% noch höhere Prozentzahl war der Ansicht, die Corona-Krise ohne staatliche Hilfe nicht zu überstehen.
In der Zwischenzeit hat der Bund angekündigt, zusammen mit den Kantonen Kredite von 154 Millionen Franken für Startups zur Verfügung zu stellen. Heinz Tännler, Vorsteher der Finanzdirektion des Kantons Zug, begrüsst zwar diesen Entscheid. Doch wie er gegenüber der 'Sonntagszeitung' erklärte, reiche dieser Beitrag für die Zuger Startup-Szene und speziell das Crypto-Valley nicht aus.
Rund die Hälfte soll von Privaten kommen
Tännler will die Hilfe aufstocken, wie er der Zeitung sagte: "Wir möchten den Lösungsvorschlag des Bundes mit einem neu zu schaffenden Vehikel verbinden, an dem sich auch private Investoren beteiligen können."
Der Finanzdirektor will einen eigenen Zuger Fonds mit gegen 100 Millionen Franken aufbauen. Rund die Hälfte soll von staatlicher Seite kommen: 20 bis 30 Millionen würden der Kanton und die Stadt Zug beisteuern, 10 bis 15 Millionen sollen vom Bund über die Bürgschaften in den Fonds fliessen. Den Rest sollen die privaten Investoren einbringen.
Im Unterschied zur Lösung des Bundes sollen die Kredite, mit denen der Zuger Startup-Fonds gespeist würde, in Aktienkapital umgewandelt werden können, so Tännler zur 'Sonntagszeitung'. Über die Detaillösung sei man mit dem Bund im Gespräch.