Der Marschbefehl wird digital

22. Oktober 2024 um 13:46
  • politik & wirtschaft
  • Armee
  • bund
  • vbs
  • e-government
  • Schweiz
image
Foto: VBS / Lizenz: CC BY-NC-ND 3.0 CH

Militärische Dokumente können neu in einer Wallet gespeichert werden. Das soll vieles vereinfachen und den Papierverbrauch reduzieren.

Die Armee stellt ihren Angehörigen seit Anfang Oktober 2024 eine mobile Anwendung zur Verfügung, die die Speicherung und Kontrolle ausgewählter militärischer Doku­mente ermöglicht. Laut Mitteilung umfasst die "DIM-Wallet" aktuell Marschbefehle und Urlaubspässe.
Die App bietet den Dienstleistenden nach vorgängiger Registrierung die Möglichkeit ihre Dokumente direkt in der App aufzurufen. Dies ermögliche einen schnellen Zugriff auf wichtige Infor­ma­tionen bei militärischen Kontrollen oder beim Einrücken, ohne dass dafür eine Internetverbindung erforderlich ist, schreibt die Armee
Die App verfügt auch über eine Kontrollfunktion, die es der Militärpolizei oder dem Wachpersonal erlaubt, die vorgezeigten QR-Codes zu überprüfen. Laut der Armee erfolgen diese Schritte komplett offline. Dabei werden keine Daten auf den mobilen Endgeräten gespeichert, was die Sicherheit und den Daten­schutz erhöhen soll.
Die Einführung der Wallet soll bei der Armee den Beginn eines durchgängig digitalen Prozesses von der Ausstellung des Marschbefehls oder Urlaubs­gesuchs bis zur Kontrolle gewährleisten. Dadurch soll der Druck und der Versand von Papierdokumenten verringert werden.
Eine digitale Signatur in den QR-Codes soll zudem die Sicherheit erhöhen und das Fälschungsrisiko minimieren. Gleichzeitig soll eine Verknüpfung mit dem Swisspass möglich sein. So können Militärangehörige im öffentlichen Verkehr auch die SBB-App oder ihre Swisspass-Karte vorzeigen.

Loading

Mehr zum Thema

imageAbo

IGS: 3-Millionen-Freihänder wegen Projektverzögerungen

Weil es bei einem ECM-Projekt der IGS zu Problemen gekommen ist, musste eine Übergangslösung her.

publiziert am 21.8.2026
imageAbo

Bundesrat ist gegen Mitnahmerecht für E-Mail-Adressen

Ein Postulat möchte die Prüfung, ob E-Mail-Adressen beim Provider-Wechsel mitgenommen werden können. Initiant Dominik Blunschy ist mit der Antwort der Regierung nicht zufrieden.

publiziert am 21.8.2026
imageAbo

Bern braucht SAP-Beratung

Die Finanzverwaltung rechnet für den Support, die Wartung und Weiterentwicklung seiner SAP-Landschaft mit Zuschlägen in Höhe von über 50 Millionen Franken.

publiziert am 21.8.2026
image

Zug sucht Leitung für Cyber-Kompetenzzentrum

Das Zentrum soll 2027 unter der neuen Leitung den Betrieb aufnehmen. Die Sicherheitsdirektion äussert sich zum vorgesehenen Team und den geplanten Kooperationen.

publiziert am 21.8.2026