Die Schweiz hat eine neue Nationale Cyberstrategie

13. April 2023 um 15:08
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Foto: Sepp Rutz / Unsplash

Der Bundesrat und die Kantone haben die neue Nationale Cyber­strategie gutgeheissen. Neu soll es mehr Macht und Unab­häng­ig­keit für den Steuerungs­aus­schuss geben.

Die Konferenz der Kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen und -di­rek­to­ren hat die neue Nationale Cyberstrategie (NCS) des Bundes angenommen. Der Bundesrat hat die Strategie bereits an seiner Sitzung vom 5. April 2023 gutgeheissen. Darin wird aufgezeigt, mit welchen Massnahmen der Bund und die Kantone gemeinsam mit der Wirtschaft und den Hochschulen Cyberbedrohungen in der Schweiz handhaben wollen.
Die ersten beiden Strategiepapiere wurden jeweils auf einen bestimmten Zeitraum festgelegt. Neu ist der Plan nicht mehr zeitlich befristet, soll jedoch aktualisiert werden, wenn sich das Umfeld oder die politischen Rahmen­be­ding­ungen ändern. Zudem soll die Strategie weiterhin alle 5 Jahre grundlegend überprüft und angepasst werden.
Für die Planung und die Koordination der Umsetzung wird wie bis anhin ein Steuerungsausschuss eingesetzt, der sich aus Expertinnen und Experten aus verschiedenen Gebieten der Cybersicherheit zusammensetzt. Neu soll die Rolle des Ausschusses aber ausgebaut und in der Unabhängigkeit gestärkt werden, schreibt der Bundesrat in einer Mitteilung.
Damit die Aufgaben unabhängig wahrgenommen werden können, soll die Leitung des Gremiums durch eine externe Person übernommen werden. Das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) will dem Bundesrat bis im Herbst 2023 einen Vorschlag für die Besetzung des Steuer­ungs­ausschusses und dessen Leitung vorlegen.

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