Die Schweiz soll eine neue Informatik-Hochschule erhalten

28. April 2023 um 11:03
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Am FHNW-Standort Brugg-Windisch soll einer der beiden Ableger der IT-Hochschule entstehen. Foto: FHNW

Aargau, beide Basel und Solothurn wollen dem IT-Fachkräftemangel entgegenwirken. Die neue Informatik-Hochschule könnte schon 2025 ihre Pforten öffnen.

Die Regierungen des Bildungsraums Nordwestschweiz haben ihre Pläne für eine neue Hochschule für Informatik und einen neuen Bereich Umwelt vorgelegt. Die Kantone Aargau, Basel-Landschaft, Basel-Stadt und Solothurn erteilen dem Fachhochschulrat der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) den Auftrag, bis im Juni dieses Jahres den Antrag für die Leistungsperiode 2025 bis 2028 vorzulegen. Vorangegangen sei "ein intensiver Strategieprozess" des Regierungsausschusses der Trägerkantone zusammen mit den Verantwortlichen der FHNW.
Um dem Informatikstudium in der Nordwestschweiz eine höhere Sichtbarkeit zu verschaffen, solle eine neue Hochschule für Informatik eingerichtet werden, mit einem Standort in Brugg-Windisch und einem nördlich des Juras (BL/BS). Starten soll der Studienbetrieb im Herbst 2025.
Es sollen die bestehenden Informatikstudiengänge der Hochschule für Technik übernommen werden. Zudem werde die neue Hochschule bis 2028 weitere Lehr- und Forschungsangebote aufbauen. Ziel sei, "die von der Wirtschaft dringend benötigten Informatikfachkräfte für die Nordwestschweiz aus- und weiterzubilden", hiess es.

Neuer Bereich Umwelt

Angesichts des Klimawandels, der Ressourcenknappheit und des Umbaus in der Energieversorgung soll die Hochschule für Technik um denBereich Umwelt ergänzt werden. Dazu werden neue Studiengänge geschaffen sowie die entsprechenden Institute und Laborräume aufgebaut. Der Name der Hochschule soll neu "Hochschule für Technik und Umwelt" lauten.
Es liegt nun am Fachhochschulrat, die Vorschläge der Regierungen weiter zu bearbeitet und damit per Ende Juni 2023 einen Antrag für den Leistungsauftrag 2025 bis 2028 einzureichen. Im Sommer 2024 werden die vier Kantonsparlamente über die Finanzierung beraten. Geben die Parlamente grünes Licht, werden die Pläne ab Januar 2025 umgesetzt.

Drittgrösste Fachhochschule

Die 2006 gegründete FHNW ist mit 13'329 Studierenden die drittgrösste Fachhochschule der Schweiz. Nach einem Wachstum von durchschnittlich mehr als 4% jährlich von 2012 bis 2021 ist die Zahl der Studierenden seither stagniert.
Dies habe mit der konjunkturellen Lage und der Konkurrenz mit anderen Fachhochschulen zu tun. Mit dem erneuerten Leistungsauftrag solle das Portfolio der FHNW weiterentwickelt werden, schrieben die Trägerkantone.

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