Digisanté: Aufträge für bis zu 200 Millionen Franken an Externe vergeben

28. Mai 2025 um 10:52
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Foto: Unsplash+

Für das grosse Digitalisierungsprogramm im Gesundheitswesen wird viel externe ICT-Hilfe herbeigezogen. 16 Unternehmen erhalten Rahmenverträge.

Mit dem Grossprojekt Digisanté soll das Schweizer Gesundheitssystem transformiert werden. Das Digitalisierungsprogramm hat eine Laufzeit von zehn Jahren bis 2034 und umfasst rund 50 Vorhaben. Zu den Zielen zählen eine verbesserte Qualität des Gesundheitswesens und mehr Effizienz. Dazu gehört auch eine Standardisierung, damit Daten nahtlos zwischen den verschiedenen Stellen ausgetauscht werden können. Gleichzeitig müssen Cybersicherheit, Datenschutz und die informationelle Selbstbestimmung sichergestellt werden.
Für die Umsetzung der Vorhaben werden externe IT-Dienstleister herbeigezogen. Nach einer öffentlichen Ausschreibung hat das zuständige Bundesamt für Gesundheit (BAG) Rahmenverträge an 16 Unternehmen vergeben. Es geht um insgesamt bis zu 984'000 Arbeitsstunden für den Zeitraum von Juli 2025 bis Sommer 2034. Die Preisspanne über alle Zuschläge hinweg beläuft sich auf 160 bis 201 Millionen Franken.

Business-Analyse, Standards, Cybersicherheit

In vier Losen gesucht waren Expertise und Dienstleistungen in den Bereichen Business- und Prozessanalyse inklusive Identifikation von Geschäftsherausforderungen und Requirements Engineering; im Bereich Standards für die Erstellung von Konzepten und Spezifikationen sowie der Implementierung von Best Practices; im Bereich Data Science und Data Engineering; sowie im Bereich Datenschutz und Cybersicherheit. Zu letzterem gehört auch der Aufbau eines Informationssicherheitsmanagements (ISMS) und die Prüfung der Massnahmen zur IT-Sicherheit, insbesondere in der Cloud gehört.
Laut der Ausschreibung sollten für jedes der insgesamt vier Lose fünf Unternehmen gefunden werden. Mit den Zuschlagsempfängern wird jeweils ein Rahmenvertrag über das Maximalvolumen vereinbart. Wie in diesen Fällen üblich, gibt es keine Bezugspflicht oder Mindestbezugsmengen.

Zuschläge an insgesamt 16 Unternehmen

Das BAG hat sich das Recht vorbehalten, einzelne Lose abzubrechen, sollten weniger als drei gültige Angebote eingehen. Dies war nicht der Fall. In jedem Los konnten fünf Zuschläge erteilt werden.
Los 1: Business Analyse, Requirements Engineering und Expertise im Gesundheitswesen (maximal 400'000 Stunden)
  • Auf dieses Los haben sich 17 Unternehmen beworben. Zuschläge wurden erteilt an Adesso Schweiz, Apexa, CSP, Deloitte, Indema. Die Zuschlagsempfänger haben Gesamtsummen in der Preisspanne von 71,1 bis 84,5 Millionen Franken angeboten.
Los 2: Expertise im Bereich der Standards (Autor und Entwickler) im Gesundheitswesen (maximal 144'000 Stunden)
  • Adesso, Ahdis, Deloitte, Healthinal und X-Tention Informationstechnologie haben sich gegen vier weitere Unternehmen behauptet. Die Aufträge haben ein Volumen von insgesamt 27,7 bis 38,8 Millionen Franken.
Los 3: Data Science und Data Engineering im Gesundheitswesen (280'000 Stunden)
  • 28 Unternehmen haben sich um das dritte Los beworben. Rahmenverträge erhalten haben Elca, Ergon, Innovation Process Technology, Isolutions und Zühlke Engineering. Die Zuschlagsempfänger haben Offerten mit einer Spanne von 42,1 bis 53 Millionen Franken eingereicht.
Los 4: Information Security Management, Service Security Management und Cloud Security Management (160'000) Stunden
  • Adnovum, Detecon, Eraneos, Ti&m sowie Zühlke haben sich Rahmenverträge in diesem Los gesichert. Die Preisspanne reicht von 27,2 bis 36,7 Millionen Franken. Insgesamt sind 14 Offerten eingegangen.

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