EPFL erste Hochschule mit Cloud für Quantencomputing

29. Mai 2026 um 13:47
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Foto: Alex Shuper / Unsplash+

Die EPFL geht eine Vereinbarung mit Quantinuum ein und sichert sich Zugriff zu Quantencomputern. Auch die ZHAW bündelt in diesem Forschungsbereich ihre Ressourcen.

Die EPFL hat eine Vereinbarung mit Quantinuum unterzeichnet, ein internationales Unternehmen für Quantencomputing. Dieses gewährt der Hochschule Zugriff auf Quantencomputer über eine Cloud, heisst es in einem Communiqué.
Die IT-Abteilung der EPFL, Scientific IT & Application Support (Scitas), stellt Forschenden den Zugang über die Plattform für High-Performance Computing (HPC) der Hochschule bereit. "Die Integration von Cloud-Quantencomputing in die HPC-Umgebung von Scitas ermöglicht es den Nutzenden, auf Remote-Systeme direkt über eine vertraute HPC-Schnittstelle zuzugreifen, ohne separate Tools oder Arbeitsabläufe verwalten zu müssen", sagt Gilles Fourestey, der Betriebsleiter von Scitas.
Die EPFL sei die erste Schweizer Universität mit einer direkten Cloud-Plattform für Quantencomputer, so der EPFL-Forscher und Direktor des Centers für Quantenwissenschaft und Technik (QSE), Vincenzo Savona. Die Quantencomputer von Quantinuum würde Forschenden die Tür für Experimente öffnen, die über rein theoretische oder kleine numerische Studien hinausgehen. Das QSE Center evaluiere momentan die Quantenmodelle, um auch Studierenden die Rechenressourcen zur Verfügung zu stellen.
"Die Quantencomputer von Quantinuum gehören zu den leistungsfähigsten, saubersten und fortschrittlichsten Quantencomputern der Welt mit dem geringsten Dekohärenz-Level und sind daher dem idealen Quantencomputing-Verhalten am nächsten", sagt Savona. Weitere Details zu der Partnerschaft zwischen der Hochschule und Quantinuum gibt die EPFL nicht bekannt.

Auch ZHAW baut Quantenforschung aus

Die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) kündigte in dieser Woche den Start ihres Quantum Labs an der School for Engineering an. Es bündelt interdisziplinäre Kompetenzen aus den verschiedenen Instituten, darunter das Institut für Informatik, das Centre for Artificial Intelligence und das Institut of Computational Physics. Gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung sollen Projekte im Quantenbereich von den Grundlagen bis zur Anwendung umgesetzt werden.
Das Quantum Lab biete Forschenden auch Zugang zu Quantenressourcen, etwa zu Quantencomputing-Zentren und Cloud-Angeboten. Die Ergebnisse aus der Forschung sollen auch in die Bildung einfliessen. Neben Modulen und Vertiefungen in Studiengängen sollen auch Weiterbildungsangebote mit Zertifikationen angeboten werden.

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