ETH-Spin-off Gravis Robotics erhält 200 Millionen

18. August 2026 um 10:47
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Foto: Gravis Robotics

Das Zürcher Robotikunternehmen will mit dem Kapital die Entwicklung und den internationalen Einsatz autonomer Baumaschinen vorantreiben.

Gravis Robotics hat in einer Series-A-Runde 200 Millionen US-Dollar von Softbank erhalten. Das Zürcher Robotikunternehmen wurde laut Eigenbeschrieb 2022 als Spin-off der ETH Zürich gegründet und entwickelt Systeme für den autonomen Betrieb von Baumaschinen. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie sich KI unter den wechselnden Bedingungen auf Baustellen einsetzen lässt.
Gravis' Software soll bestehende Bagger verschiedener Hersteller mit autonomer Steuerung ausstatten und setzt dafür unter anderem auf simulierte Trainingsdaten. In virtuellen Umgebungen würden unterschiedliche Bodenverhältnisse und Arbeitssituationen nachgebildet, um die KI auf den Einsatz in der realen Welt vorzubereiten.
Die Software soll auch mit wechselnden Untergründen und unterschiedlichen Maschinentypen umgehen können. Laut Gravis wurde das System bereits auf Maschinen von Herstellern wie Caterpillar, John Deere, JCB, Hitachi und Volvo eingesetzt. Neben einem vollständig autonomen Betrieb biete das Unternehmen mit Gravis Copilot auch Assistenzfunktionen für Fahrer an.

Ausbau des Geschäfts

Mit der neuen Finanzierung will Gravis eigenen Angaben nach seine Technologie international ausrollen. Das Unternehmen sei bereits auf vier Kontinenten aktiv. Zudem führe Gravis in Grossbritannien gemeinsam mit Flannery Plant Hire ein staatlich unterstütztes Projekt im Umfang von 8 Millionen Dollar durch, bei dem Baggerflotten nachgerüstet werden sollen.
Gravis gibt an, mit seiner Technologie die Produktivität auf Baustellen um bis zu 30% steigern zu können. Die nun abgeschlossene Finanzierung bezeichnet das Unternehmen als bislang grösste Series-A-Runde in der Baurobotik. "Mit der Unterstützung von Softbank können wir die besten Bauarbeiter und Ingenieurinnen einstellen, auf jeder grösseren Baustelle die von Gravis entwickelte Autonomie einsetzen und schneller wachsen, als es irgendjemand für möglich gehalten hätte", lässt sich CEO und Co-Founder Ryan Luke Johns zitieren.

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