Stadt Luzern plant einheitliche KI-Lösung für Schulen

18. August 2026 um 10:30
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Schulhaus Maihof. Foto: Volksschulbildung Luzern

Der Stadtrat befürwortet ein Postulat, welches eine datenschutzkonforme KI-Plattform an den Schulen fordert. Zum Einsatz kommen soll Fobizz.

Der Luzerner Stadtrat will den Einsatz Künstlicher Intelligenz an den Schulen vereinheitlichen. Er befürwortet die Einführung der Plattform Fobizz und will ein städtisches KI-Konzept erarbeiten.
Die Stadtregierung empfiehlt dem Grossen Stadtrat, ein Postulat der Fraktionen SP und GLP gutzuheissen. Der Vorstoss fordert eine Prüfung, "wie für die Volksschulen der Stadt Luzern eine einheitliche, datenschutzkonforme KI-Plattform eingeführt werden kann, insbesondere unter Nutzung der bestehenden kantonalen Kooperation mit Fobizz oder einer gleichwertigen Lösung".

KI-Standortbestimmung durchgeführt

Die Umsetzung des Postulats dürfte jährliche Lizenzkosten für Fobizz von 45'000 Franken verursachen. Dazu kommen Weiterbildungskosten, wie aus der Antwort des Stadtrats hervorgeht.
Anfang 2026 führte die Stadt bei ihren Primar- und Sekundarschulen eine Standortbestimmung zu Künstlicher Intelligenz durch. Es zeigte sich gemäss der stadträtlichen Ausführungen, dass KI genutzt werde, die entsprechenden Kompetenzen der Lehrkräfte aber sehr unterschiedlich seien. Eine weitere Erkenntnis war, dass die kantonalen Vorgaben zum Umgang mit KI noch zu wenig bekannt sind.

Plattform wird bereits genutzt

Der Kanton Luzern hat bereits eine Kooperation mit dem Bildungsanbieter Fobizz abgeschlossen. Die Schulen haben einen vergünstigten Zugang zu der Plattform. Eine Bedarfsabklärung in der Stadt zeigte, dass diese bereits in vielen Schulen zur Unterrichtsvorbereitung und zum Einsatz im Unterricht genutzt wird. Fobizz ist nach eigenen Angaben eine führende deutsche Plattform für digitale Lehrerfortbildungen, KI-Tools und Unterrichtsmaterialien.
Als Stärken von Fobizz nannten die Schulen in der Umfrage den Datenschutz und den didaktischen Nutzen. Eine gesamtstädtische Beschaffung der Plattform werde grossmehrheitlich befürwortet, erklärte der Stadtrat.
Der Stadtrat will deswegen auf Fobizz setzen und die kantonalen Grundlagen zum Umgang mit KI für die städtischen Schulen ergänzen. Eine grosse Bedeutung will er auch einer systematischen und praxisnahen Weiterbildung beimessen.

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