EU-Kommission will KI-Entwicklung fördern

25. Januar 2024 um 10:49
image
Foto: Austin Distel / Unsplash

Nach der Einigung zum "AI Act" will die EU eigene Supercomputer anschaffen, die Forschung unterstützen und ein Amt für Künstliche Intelligenz ins Leben rufen.

Die EU-Kommission will europäische Startups unter bestimmten Voraus­setzungen bei der Entwicklung von Künstlicher Intelligenz unterstützen. Demnach sollen für KI-Anwendungen, die mit europäischen Werten wie etwa Grundrechten oder Datenschutz übereinstimmen, Supercomputer angeschafft werden, wie die Behörde mitteilte. Startups, sowie kleinere und mittlere Unternehmen sollen diese für die Entwicklung und das Training grosser KI-Modelle stärker nutzen dürfen als bislang.
Ausserdem möchte die Kommission eine zentrale Anlaufstelle für Unter­nehmen und Forscher im KI-Bereich und ein Amt für Künstliche Intelligenz ins Leben rufen. "Wir machen Europa zum weltweit besten Ort für vertrauens­würdige KI", sagte EU-Kommissar Thierry Breton. Das Europaparlament und die EU-Staaten müssen dem Vorhaben jedoch noch zustimmen.
Die EU hatte sich im vergangenen Dezember auf ein neues KI-Gesetz geeinigt. Der AI Act ist nach Angaben der EU-Kommission das weltweit erste Regelwerk für Künstliche Intelligenz. In dieser Woche wurde der Gesetzestext dazu geleakt. Demnach sollen die KI-Systeme in verschiedene Risikogruppen eingeteilt werden. Je höher die potenziellen Gefahren einer Anwendung sind, desto höher sollen die Anforderungen daran sein.

Loading

Mehr zum Thema

imageAbo

Schweizerisches Nationalmuseum gibt Einblick in Digitalprojekte

Das Nationalmuseum hat einen neuen Leiter für Digitale Transformation ernannt. Die Institution erläutert den Stand ihrer Digitalisierung.

publiziert am 12.6.2026
image

Abraxas beruft neuen Chefentwickler

Simon Spalinger tritt die Nachfolge von Peter Gassmann an. Er war bereits Mitglied des Abraxas-Verwaltungsrats.

publiziert am 12.6.2026
image

SpaceX schafft Rekord-Börsengang

Die Weltraumfirma von Technologie-Unternehmer Elon Musk schafft den bisher grössten Börsengang der Geschichte. Die Geschäftszahlen stehen in starken Kontrast zum Börsenwert.

publiziert am 12.6.2026
image

KI-Rechenzentren kosten Strom, Wasser und Fläche

Bis 2030 soll der Wasserverbrauch von KI dem jährlichen Bedarf von 1,3 Milliarden Menschen entsprechen. Laut einem Bericht ist der KI-Fussabdruck falsch gemessen.

publiziert am 11.6.2026