Facebook will alle Smartphone-Fotos sehen können

30. Juni 2025 um 11:18
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Foto: Timothy Hales Bennett / Unsplash

Für neue KI-gestützte Funktionen bittet der Social-Media-Gigant Nutzer in den USA und Kanada um Zugriff auf sämtliche Kamera­aufnahmen.

Facebook-Userinnen und User, die etwas über die Story-Funktion posten wollten, erhalten laut einem Bericht von 'Techcrunch' Pop-up-Meldungen, in denen sie gefragt wurden, ob sie sich für die "Cloud-Verarbeitung" entscheiden möchten. Diese ermöglicht es Facebook, "Medien aus Ihren Kamera­auf­nahmen auszuwählen und regelmässig in unsere Cloud hochzuladen", so der Bericht. So wolle der Social-Media-Konzern Collagen, Rückblicke oder KI-Bearbeitungen vorschlagen, die dann gepostet werden könnten.
Durch das Aktivieren der Funktion würden Nutzer den Bedingungen von Meta AI zustimmen, die es der KI ermöglichen würde, "Medien und Gesichts­merk­male" dieser unveröffentlichten Fotos sowie das Aufnahmedatum und die Anwesenheit anderer Personen oder Objekte auf den Fotos zu analysieren. Zudem erhalte der Konzern das Recht, diese personenbezogenen Daten zu speichern und zu verwenden, so der Bericht von 'Techcrunch'. Mit der Zustimmung der Bedingungen von Meta AI erlauben Nutzerinnen und Nutzer dem Unternehmen ausserdem, bereits hochgeladene Bilder für kreative Ideen zu analysieren.

Nicht für das KI-Training verwendet

Im vergangenen Monat begann Meta damit, öffentlich gepostete Daten für das Training seiner KI-Modelle zu verwenden. Gegenüber 'The Verge' betont der Konzern, dass unveröffentlichte Bilder nicht zum Training von KI verwendet würden. Die neue Funktion befinde sich noch in einem frühen Stadium. "Wir suchen nach Möglichkeiten, das Teilen von Inhalten für Menschen auf Facebook zu vereinfachen, indem wir Vorschläge für teilbare und kuratierte Inhalte aus den Kameraaufnahmen einer Person testen", zitiert das Onlinemagazin das Unternehmen.
Meta beschreibt Cloud Processing als optionalen Service, der die Benutzer­erfahrung verbessern sollen. "Es handelt sich um eine Opt-in-Funktion, die Sie nach Belieben ein- oder ausschalten können", so der Konzern. Daten würden auch nicht für Werbezwecke genutzt. Dennoch bleiben Datenschützer besorgt, insbesondere weil die Nutzungsbedingungen von Meta AI eher schwammig seien, kommentiert 'The Verge'.


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