Fast 9 Monate Erholungszeit nach Cyberangriffen

21. November 2024 um 10:41
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Illustration: Erstellt durch inside-it.ch mit Midjourney

Unternehmen im DACH-Raum benötigen laut einer Studie länger als Unternehmen anderswo, um ihre Daten und Systeme nach Attacken wieder komplett herzustellen.

Gemäss einer Studie des Edge-Cloud-Plattform-Anbieters Fastly brauchen die befragten Unternehmen aus dem DACH-Raum durchschnittlich 8,6 Monate für die komplette Erholung nach erfolgreichen Cyberangriffen. Dies sei über zwei Monate länger, als es die Studienautoren aufgrund früherer Befragungen erwartet hätten. Die Erholungszeit der Unternehmen der deutschsprachigen Region ist damit auch 1,3 Monate länger als der globale Durchschnitt.
Laut dieser Studie geht es also nicht etwa schneller als früher, um die Folgen eines Cyberangriffs zu bewältigen, sondern eher länger. "Die vollständige Erholung nach Sicherheitsverletzungen wird für Unternehmen immer aufwendiger und kostspieliger", kommentiert dies Marshall Erwin, Chief Information Security Officer bei Fastly. "Gründe dafür sind Umsatzeinbussen, Reputationsschäden und Zeitverluste, die langfristig Geschäftsbeziehungen beeinträchtigen und Ressourcen aus verschiedenen Unternehmensbereichen binden. Da die Anzahl der Angriffe nicht abnehmen wird und das Risiko umfangreicher Ausfälle jederzeit besteht, ist es entscheidend, dass Anpassungen der Cybersicherheitsstrategie Teil eines ganzheitlichen Plans sind und Unternehmen keine übereilten Entscheidungen treffen."
Zu den negativen Auswirkungen von Cybervorfällen gehörten laut der Befragung vor allem Datenverlust (35%), Ausfallzeiten oder Unterbrechungen (28%) und die Kompromittierung von Kundenkonten (25%). Die Unternehmen, die Umsatzverluste als schwerwiegendste Auswirkung von Sicherheitsvorfällen angeben, berichteten von Einbussen von durchschnittlich 3,3%.
88% aller Entscheidungsträger glauben, dass sie ihre Investitionen in Cybersicherheit in den nächsten zwölf Monaten erhöhen müssen. Cybersecurity-Versicherungen (34%), Managed Security Services (28%) und moderne Authentifizierungsmethoden (40%) sind die Top 3 der erwarteten Investitionsbereiche.
Die Studie beruht auf einer internationalen Befragung von rund 1800 Unternehmen, davon rund 200 aus der DACH-Region.

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