Fünf Jahre und eine Fortinet-Lücke klafft noch immer

6. Januar 2026 um 13:14
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Foto: Ruslan Sikunov / Unsplash

Seit Sommer 2020 gibt es Patches für eine Schwachstelle in FortiOS. Doch tausende Firewalls bleiben anfällig.

Im vergangenen Dezember hat das Security-Unternehmen Fortinet eine Warnung zu einer Schwachstelle im Fortigate-Firewall-Betriebssystem FortiOS veröffentlicht. Unüblich daran ist, dass die Lücke bereits seit Juli 2020 bekannt ist und damals gepatcht wurde.
Die Lücke CVE-2020-12812 hat eine CVSS-Bewertung von 9.8. Sie ermöglicht es Angreifern, bei ungepatchten Firewalls die Zwei-Faktor-Authentifizierung (Fortitoken) zu umgehen.
Fortinet veröffentlichte 2020 umgehend Patches mit den FortiOS-Versionen 6.4.1, 6.2.4 und 6.0.10. Doch wie das Unternehmen in einem neuen Blogbeitrag schreibt: "Fortinet hat kürzlich beobachtet, dass die im Juli 2020 entdeckte Sicherheitslücke CVE-2020-12812 in freier Wildbahn durch bestimmte Konfigurationen ausgenutzt wird."
Laut einer Erhebung der Non-Profit-Organisation Shadowserver waren am 5. Januar 2026 weltweit nach wie vor rund 10'000 Fortinet-Firewalls nicht gepatcht und anfällig für Angriffe. Knapp 1600 davon befinden sich gemäss dem Scan in Europa, 109 in der Schweiz. Fortinet ruft deshalb nach fünfeinhalb Jahren erneut dazu auf, die Lücke umgehend zu patchen.

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