In einer Ausschreibung auf Simap hat das Spital Limmattal einen Lieferanten für ein neues Klinikinformationssystem (KIS) gesucht und nun gefunden. Der Zuschlag für die Einführung des neuen KIS geht für 4,7 Millionen Franken an die Firma Cistec, die das Klinikinformationssystem KISIM entwickelt und betreibt. Nebst Cistec hatte sich ein weiterer Anbieter um den Auftrag bemüht, der von der Planung, Datenmigration, Inbetriebnahme bis zum Support alles beinhaltet, was man sich bei einem Softwareprojekt vorstellen kann.
CGM wird durch KISIM ersetzt
Bisheriger Lieferant des KIS im Spital Limmattal
war die Firma Compugroup Medical. Die heutige Systemlandschaft bestehe "aus einer Vielzahl von medizinischen Fachapplikationen, die neben dem primären Klinikinformationssystem 'CGM-Clinical' sowohl vernetzt als auch autonom genutzt werden", heisst es im Pflichtenheft des Projekts, welches inside-it.ch vorliegt. "Ein erheblicher Teil der Dokumentation erfolgt nach wie vor auf Papier", steht darin weiter.
Den Anstoss für die Beschaffung beschreibt das Spital so: "Die aktuelle CGM Clinical-Konfiguration erfüllt die heutigen Anforderungen an einen professionellen Spitalbetrieb nicht mehr". Dies, weil die Konfiguration unter anderem ein digitalisiertes Abbild der Papier-basierten Arbeitsweise sei und moderne klinische Prozesse nicht unterstütze. Ausserdem würden Informationen in vielen Situationen manuell und redundant erfasst.
Bisher nur wenig Standards und Durchgängigkeit
Das soll sich ändern: Beim neuen Klinikinformationssystem soll eine "durchgängige und standardisierte medizinische Dokumentation sowie die Steuerung der Prozesse am Patientenpfad gewährleistet werden". Bisher separate Applikationen wie Agenda, Pflegedokumentation und Notfalldashboard sollen im neuen KIS abgebildet werden können. Nicht zuletzt erhofft sich das Spital mit dem neuen System medizinische Prozesse durchgängig und ohne Medienbrüche erfassen zu können.
Ein Zeitplan zum Projekt ist im Pflichtenheft noch nicht ersichtlich. Die Vertragslaufzeit beträgt – wie üblich – 5 Jahre.