Gemeinden und Kantone fallen bei der Digitalisierung ab

6. Juli 2023 um 10:18
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Foto: Alin Andersen / Unsplash

Während die Ressourcen beim Bund gleich bleiben, stehen den Kantonen und Gemeinden weniger zur Verfügung. Das führt zu einer Kluft zwischen den Staatsebenen.

Das Consulting-Unternehmen PricewaterhouseCoopers (PwC) hat zahlreiche Schweizer Führungskräfte von Organisationen der öffentlichen Hand befragt. Dabei kam unter anderem heraus, dass Kantone und Gemeinden ihre Ressourcenlage im Jahr 2022 deutlich negativer sehen als die Bundesbehörden. Während Letztere die Lage ähnlich wie im Vorjahr einschätzen, sahen sich Kantone und Gemeinden mit einem Rückgang der Mittel um 8 respektive 10% konfrontiert.
Damit wächst die Kluft zwischen den Staatsebenen weiter an. Die Kantone – und insbesondere die Gemeinden – geraten beim Fortschritt und den Ressourcen in den Rückstand, wird in der Studie festgehalten. Dies würde auch dazu führen, dass die Erwartungen an eine föderale Zusammenarbeit steigen. "Der Weg dazu ist allerdings noch weit und es werden grosse Anstrengungen dafür erforderlich sein", heisst es in der Studie.
Ebenfalls Luft nach oben soll es bei der Regulierung von Technologien sowie bei der digitalen Ethik und Selbstbestimmung geben. Die Themen seien zwar im politischen Diskurs angekommen und erste Vorhaben seien angestossen worden, doch die Umsetzung stecke noch in den Kinderschuhen, schreibt PwC. Als Beispiel dafür wird der Cloud-Sektor genannt. Die Technologie spielt eine immer wichtigere Rolle im öffentlichen Sektor.
"Hybride Arbeitsmodelle haben sich etabliert", ist ein weiteres Resultat der Studie. Dazu sieht die öffentliche Verwaltung ein grosses Potenzial in agilen Arbeitsweisen und Prozessen. Weit weniger wichtig werden Ziele zur ökologischen Nachhaltigkeit bewertet. Während im Vorjahr noch 80% dieses Thema als wichtig erachteten, waren es 2022 nur noch 50%.
(Mit Material von Keystone-sda)

Zur Studie

Im "Trendradar 2023" von PwC werden Handlungsansätze für einen modernen öffentlichen Sektor in der Schweiz aufgezeigt. Dafür hat das Beratungsunternehmen 150 Führungspersonen der öffentlichen Hand zur Relevanz, Umsetzung und Ressourcenkalkulation für 34 Handlungsansätze befragt.


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