Genf entwickelt Strategie für digitale Souveränität

8. Juli 2026 um 12:21
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Foto: Getty Images / Unsplash+

Sie soll den Rahmen für technologische Entscheidungen festlegen und dabei zur Verbesserung der Sicherheit digitaler Dienste in der Verwaltung beitragen.

Für mehr Transparenz und Kontrolle über die Digitalisierung in der Verwaltung veröffentlicht der Kanton Genf seine erste Strategie für digitale Souveränität. Denn auch wenn Technologien wie KI und Managementsysteme die Effizienz der Prozesse steigern und unverzichtbar seien, schaffen sie laut Mitteilung neue Abhängigkeiten und Risiken. Ausgearbeitet wurde die Strategie vom Departement für Institutionen und Digitales (DIN) mithilfe des Amts für Informatik und Digitalisierung des Kantons Genf (OCSIN).
Laut Carole-Anne Kast, Staatsrätin und zuständig für das DIN, soll die Strategie sicherstellen, dass der öffentliche Dienst seine digitalen Entscheidungen unabhängig treffen und deren Folgen langfristig verantworten kann. "Es geht darum, das Vertrauen der Bevölkerung in das staatliche Handeln angesichts der Herausforderungen der Digitalisierung zu stärken", so Kast.
Die Strategie liefert laut Mitteilung Leitlinien im Bereich der Digitalisierung und ermöglicht insbesondere:
  • Risiken der eingesetzten Technologien besser zu bewerten,
  • technologische Entscheidungen an der Bedeutung der betroffenen Dienste anzupassen,
  • und schwer umkehrbare Abhängigkeiten zu vermeiden.
Ausserdem sollen dabei die Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit der digitalen Dienste gewährleistet sowie der Datenschutz gestärkt werden. Somit sei die Verwaltung besser auf digitale Vorfälle und Krisen vorbereitet. Wichtige Bestandteile sind gemäss Mitteilung auch, die Entscheidungsfähigkeit gegenüber grossen Technologieunternehmen zu bewahren und die Förderung vielfältiger Lösungen, um auch die Anbieterzahl und -abhängigkeit zu begrenzen.
Die Genfer Strategie für digitale Souveränität beschränkt sich zunächst nur auf die Kantonsverwaltung, wie es weiter heisst. Dennoch sei das Ziel, die Strategie auf alle öffentlichen Einrichtungen des Kantons auszuweiten.


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